Archiv des Monats: Dezember 2011

Die vitaminreiche Ananas

Ursprungsländer der Ananas sind Venezuela und Brasilien. Die Indios bauten schon zu ihrer Zeit Ananas an und nutzten sie als Nahrungs- und Heilmittel. Für Europa entdeckte sie Christoph Columbus auf einer seiner Fahrten. Da sie die Form eines Pinienzapfens hat, gab er ihr den Namen Pina, später entstand daraus das englische Wort Pineapple. Heute ist die Pflanze überall in den Tropen sogar in Asien verbreitet und erfreut sich großer Beliebtheit. Sie hat einen hohen Vitamingehalt und schmeckt süß, manchmal etwas säuerlich. Inzwischen wird sie auf Plantagen angebaut, da eine rege Nachfrage besteht.

Die grössten Plantagen befinden sich in Brasilien, Thailand kommt an zweiter Stelle, gefolgt von den Philippinen. Afrika baut einen verschwindend kleinen Teil der Ananas für den Weltmarkt an und exportiert diese zumeist in getrocknetem Zustand. Die Pflanzen wurden so manipuliert, dass sie ebenfalls in kühleren Regionen wachsen und das ganze Jahr über Früchte liefern. Ananas reifen nicht nach wie zum Beispiel Bananen. Sie müssen also im reifen Zustand geerntet werden und möglichst schnell an den Bestimmungsort transportiert werden.

130 Geschmacksstoffe geben der Ananas einen einmaligen Geschmack und Duft. Es werden ständig neue Sorten gezüchtet, die auf die speziellen Bedürfnisse des Konsumenten zielen. Intensiverer Geschmack, süßer und die Farbe spielt eine Rolle. Das Prädikat Bio macht sich gut.

Die Ananas ist eine krautige Scheinfrucht und trägt über mehrere Jahre Früchte. Trockenheit kann der Pflanze nichts anhaben, da sie in der Lage ist, eine große Menge Wasser zu speichern und und damit haushalten kann. Die Früchte entstehen ohne jegliche Befruchtung. Angepflanzt werden kann sie in allen Erdreichen, sie stellt keine großen Ansprüche. Nässe verträgt sie allerdings nicht. Seit geraumer Zeit wird die Ananas auch mit einigem Aufwand biologisch angebaut, da die Plantagen – Besitzer auf die gefährlichen Pestizide verzichten wollen. Zudem macht sich das Prädikat Bio noch immer gut auf Produkten.

Ananas können leicht selber gezogen werden. Einfach die Blattrosette oder die Schösslinge in Mineral haltige Erde stecken und warten bis sie Wurzeln bilden. In den meisten Fällen gelingt dies problemlos.

Die pflegende Aloe Vera

Aloe – Aloe vera

Die Aloe – Vera wird auch als Wüstenlilie bezeichnet und gehört zur Gattung der Aloen. Im medizinischen Bereich wird sie zur inneren und äußeren Anwendung genutzt. Als Creme verwendet, verhindert sie die Faltenbildung und macht die Haut weich und geschmeidig.

Durch das Washingtoner – Artenschutzabkommen sind wild lebende Aloen geschützt. Zur Herstellung von Creme oder Medikamenten dürfen nur gezüchtete Pflanzen verwendet werden. Beheimatet war die Aloe Vera ursprünglich in Afrika und Asien. Angebaut wird sie inzwischen für gewerblich Zwecke, in allen tropischen und subtropischen Gebieten. Als eingebürgert gilt die Aloe – Vera in Mexico, Indien, im Mittelmeerraum und den kanarischen Inseln. Entdeckt und beschrieben wurde sie zum ersten Mal 1753 von Carl von Linne.

Der Stamm der Aloe – Vera hat einen Umfang von 30 Zentimetern. Die sich verjüngenden Laubblätter sind Rosetten artig am Stamm angeordnet. Sie haben eine graugrüne, manchmal rötlich schimmernde Färbung, werden 50 Zentimeter lang, die Oberfläche ist glatt. An den Rändern der Blätter sind im Abstand von etwa 10 Zentimetern, zwei Millimeter lange Zahn artige Gebilde angeordnet. Die Blüte ist bis zu 90 Zentimeter lang und hat spitz zulaufende Trauben von 40 Zentimetern Länge und gelber Färbung.

Der Klassiker – Hibiskus

Hibiskus (Hibiscus)

Der Hibiskus ist eine der bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten tropischen Pflanzen. Also ein richtiger Klassiker. Der Hibiskus ist ein Malvengewächs, er siedelt bevorzugt in den Tropen, aber auch im Mittelmeerraum ist er vertreten. In subtropischen Regionen erreicht er eine Höhe von annähernd zwei Metern und wird als Hecken Pflanze genutzt. Er verfügt über farbenprächtige, trichterförmige Blüten. Die Blüte ist essbar und wird vielfach als Salat angerichtet, der äußerst schmackhaft ist.

Die Blätter wachsen an langen Zweigen, sind leicht eingeschnitten und haben einen satten Grünton. Wird er als Zimmerpflanze genutzt, erreicht er nur eine Höhe von etwa einem Meter, da die Wurzeln sich nicht ausreichend verbreiten können. Die Trichterblüten mit einer Länge von 15 Zentimetern sind je nach Art Gelb, Rosa, oder Rot. Die Blütenkelche öffnen sich am Morgen und in der Abenddämmerung verschließen sie sich erneut.

Der Hibiskus ist eine problemlose Pflanze

Der Hibiskus braucht in der Wohnung viel Licht, aber auf keinen Fall direkte Sonneneinstrahlung. In der Nähe des Fensters ist der ideale Standort. Im Winter benötigt er intensive Lichtverhältnisse, da die Milben ihn sonst befallen. Wenn es sich nicht um eine gedrungene Form handelt, braucht er zudem entsprechend Platz. Er sollte dreimal die Woche gewässert werden und benötigt einmal wöchentlich Dünger. Besprühen mit dem Wasserzerstäuber ist dem Wachstum dienlich, verhindert Milben Befall. Überwintern sollte er bei 15 Grad. Im Frühjahr die Triebe um etwa 10 Zentimeter zurückschneiden, wenn er sich weiter verzweigen soll. Eigentlich kann bei einem Hibiskus nichts falsch gemacht werden, er ist eine problemlos zu pflegende Pflanze.

Farbenprächtige Lanzenrosette

Lanzenrosette – (Aechmea)

Die Lanzenrosette gehört zu den Ananas Gewächsen und gedeiht größenteils in den Tropen Südamerikas. Da sie viel Licht braucht, siedelt sie in den oberen Etagen von Bäumen. Nährstoffe erhält sie aus zersetztem Laub, dass von Insekten jeglicher Art zerkleinert wird. Das zersetzte Laub wird in den trichterförmigen Blättern aufgefangen, in denen sich auch das Regenwasser sammelt. Die im Wasser gelösten Nährstoffe werden von den Pflanzen aufgenommen.

Da sie wie die meisten tropischen Pflanzen genügsam ist, reicht dies für ihr Wachstum vollkommen. Aus der Blattrosette wachsen rosarote oder rote Hochblätter. Die Blüten sind farbenprächtig, es gibt sie in blau, gelb, violett und in diversen Mischfarben. Die Bestäubung der Lanzenrosette übernehmen die Kolibris, angelockt durch die Farbenpracht.

Mit Einheitserde sind die Triebe zufrieden

Da die Lanzenrosette sich großer Beliebtheit erfreut, wird sie seit langem im Handel angeboten. Als Zimmerpflanze gehalten, sollte die Temperatur mindestens um die 20 Grad betragen. Unbedingt auf einen hellen Standort achten. Gepflanzt werden kann sie auf Wurzeln oder dickeren Ästen, dies kommt ihrem natürlichen Lebensraum am nächsten.

Eventuell mit einem Wasserzerstäuber feucht halten, dies reinigt die Blätter von Staub, sorgt für Luftfeuchtigkeit. Nicht in die pralle Sonne stellen, dies verträgt die Lanzenrosette nicht. Gelegentlich sollte die Pflanze mit Dünger versorgt werden. Jungpflanzen bilden sich, nachdem die Blüte abgestorben ist. Diese können abgeschnitten und in kleine Töpfe gepflanzt werden. Mit Einheitserde sind die kleinen Triebe vollauf zufrieden.

Der beliebte Javafarn

Der beliebte Javafarn ist auch unter dem Namen Schwarzwurzelfarn bekannt, er gehört zu den Tüpfelfarngewächsen. Von Aquarianern wird er geschätzt, da er sich im Aquarium ausnehmend gut macht. Er ist eine Sumpfpflanze wird auf Wurzeln und Steinen gezogen. Die Temperatur des Wassers sollte bei 20 bis 25 Grad liegen und das Wasser mittel hart sein. Das Wasser regelmäßig zur Hälfte wechseln, andernfalls muss Dünger eingesetzt werden.

In Asien sammeln sie den Javafarn

Die sehr harten Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang, der Blattrand ist unregelmäßig gewellt. Junge Blätter färben sich erst nach einigen Wochen grün, vorher sind sie fast durchsichtig. Die Fortpflanzung erfolgt durch Sporen Bildung über Wasser. Die Sporen entwickeln sich an der Unterseite der Blätter, bilden kleine Häufchen und sind manchmal miteinander verwachsen. Der Javafarn ist im tropischen Asien zu finden, wächst in Bächen und Flüssen, in denen sich ausreichend Steine zum wurzeln befinden.

Es werden immer wieder neue Arten und Wuchsformen entdeckt, besonders beliebt ist die Zwergform des Javafarns. Durch seine Beliebtheit werden im Handel Zuchtformen angeboten. Es gibt zwei Sorten “ Tropica “ mit fiederteiligen Blättern und “ Windelov “ ist mit 15 Zentimeter klein blättrig. Für die Aquarianer werden die Farne mit schmäleren, kleineren, oder in sich gedrehten Blättern gezüchtet. Auch in Asien gibt es Liebhaber, die den Javafarn regelrecht sammeln.

Allgemeines zu Orchideen

Es wird angenommen, dass es bis zu 35 000 Orchideenarten gibt. Die Artenvielfalt ist so groß, dass sie nur geschätzt werden kann. Jedes Jahr werden neue Arten entdeckt und beschrieben. Die meisten Gattungen kommen in den Tropen vor. Von vielen wird die Orchidee als “ Königin “ der Pflanzen bezeichnet. Außer in der Antarktis wachsen Orchideen auf jedem Kontinent und gedeihen in jeder  Öko Zone mit Ausnahme der Wüsten. Die meisten Arten sind in Asien und Südamerika beheimatet. Aber wunderschöne Exemplare gibt es auch in der Karibik, Afrika, Eurasien und Nordamerika.

Sie können auf verschiedenen Untergründen wachsen. Auf anderen Pflanzen, da zumeist auf Bäumen, auf Steinen oder Felsen und auf dem Erdreich. Mehr als 60 Prozent wachsen auf Bäumen sind aber wie von vielen angenommen keine Schmarotzer.

Orchideen entwickeln keine Pfahlwurzeln, gehen also nicht tief in die Erde. Die Wurzeln dienen der Aufnahme von Nährstoffen, Wasser und geben der Pflanze ihren Halt. Orchideen bilden neue Wurzeln, wenn sich ein neuer Spross entwickelt und die alten Wurzeln sterben ab. Bei verschiedenen Gattungen bilden sich an der Wurzel Knospen, daraus entsteht ein Spross.

Orchideen werden immer beliebter

Fast alle Orchideenarten vermehren sich durch Samen Bildung. Sie produzieren Millionen von kleinen Samen in einer Samenkapsel. Wegen der geringen Größe fehlt ihnen das Nährgewebe für eine Keimung, sie sind auf eine Partnerschaft mit Pilzen angewiesen. Aus diesen bezieht der Keimling seine Nährstoffe, bis er alleine lebensfähig ist. Da Orchideen immer beliebter werden, werden sie künstlich gezogen. Thailand und Holland sind darauf spezialisiert sie zu klonen, das heißt, gleich aussehende Exemplare zu schaffen nach denen eine große Nachfrage besteht.