Archiv des Monats: Januar 2012

Vielseitig verwendbar – Der Papiermaulbeerbaum

Der Papiermaulbeerbaum gehört zur großen Familie der Maulbeer Gewächse, zu der gehören auch die Gattungen der Maulbeeren und Feigen. Seinen Namen Broussonetia erhielt er durch den französischen Botaniker und Zoologen Pierre – Marie – Auguste -Broussonet.

Papiermaulbeerbaum – Papiermaulbeere

Der Papiermaulbeerbaum wächst überwiegend in Asien und dort in Myanmar, Thailand, China, Korea und Vietnam, um nur einige Länder zu nennen. Heute findet er sich auch in Südeuropa und dem Süd – Osten von Amerika. In mediterranen Regionen wird er als Zierbaum angepflanzt. In Afrika kommt er in Uganda und Ghana vor.

Der Papiermaulbeerbaum erreicht eine Höhe von 20 Metern und ist ein Laub abwerfender Baum. Die Borke ist dunkelgrau und der Baum enthält Milchsaft. Die Zweige sind von brauner Farbe und wie auch die Blätter behaart. Die Blätter sind wechselständig gestielt, und spiralig angeordnet. Der Blattstiel wird bis zu acht Zentimeter lang, der Blattrand ist gesägt. Die Blütezeit beginnt im April und im Juni und Juli reifen die orange – roten Früchte. Sie haben einen Durchmesser von bis zu drei Zentimeter. Der Baum hat sowohl weibliche als auch männliche Blütenstände.

Das Holz des Papiermaulbeerbaums wird zur Möbelherstellung genutzt. Die Frucht, die Borke und die Blätter nutzen die Chinesen zur Herstellung von Medikamenten. Aus der Rinde wird Rindenstoff hergestellt, das sind Stoffe, die aus Rindenfasern produziert werden. Die Chinesen stellen aus den Fasern einen Brei her, vermischen ihn mit Leim. Nach dem trocknen und glätten ergibt dies Papier, von einer akzeptablen Qualität, zur vielseitigen Verwendung geeignet.

Ballastreiche Frucht – Der Brotfruchtbaum

Die Frucht des Brotfruchtbaums ist reich an Ballaststoffen, enthält viel Stärke und Kohlehydrate, hat einen hohen Nährwert. Der Brotfruchtbaum gehört zur Familie der Maulbeer Gewächse. Der Baum hat während der Blütezeit eine Unmenge gelblicher Blüten, der Stamm kann 25 Meter hoch werden. Die Früchte sind ei- oder kugelförmig, werden bis zu 45 Zentimeter lang, mit einem Durchmesser, von zwei bis 30 Zentimetern. Die Frucht schmeckt nach Brot und hat eine cremige Konsistenz. Sie kann bis zu drei Kilo wiegen

Seinen Ursprung hat der Brotfruchtbaum in der Südsee, wächst aber heute in fast allen tropischen Regionen, besonders in Asien. Durch die Seefahrt kamen sie im 17. Jahrhundert erstmals nach Europa.

Brot war zur Zeit der Sklavenhaltung deren Hauptnahrungsmittel. Um 1780  wurden durch Dürreperioden in Amerika die Getreideernten vernichtet und die Karibik – Inseln konnten nicht mit Getreide beliefert werden. Die Sklaven litten Not. Die Plantagenbesitzer importierten die Brotfrucht als Ersatz für das Getreide. So ging das Schiff Bounty und sein Kapitän Bligh in die Geschichte ein. Dieser wurde beauftragt die Frucht zu transportieren, das gelang erst bei der zweiten Fahrt, bei der ersten fand die legendäre Meuterei statt. Zu allem Überfluss nahmen die Sklaven den Ersatz für das Getreide nicht an.

Der Brotfruchtbaum ist breitkronig, manchmal entwickeln sich an der Basis des Stammes Brettwurzeln. Die Blätter wachsen am Ende der langen Zweige und haben eine ledrige Struktur. Er verfügt über weibliche und männliche Blütenstände, drei Ernten im Jahr sind durchaus möglich und dies über einen Zeitraum von 70 Jahren. Als Lebensmittel wird die Brotfrucht in der Karibik, Sri – Lanka und in Polynesien genutzt. Die Frucht ergibt ein schmackhaftes Gemüse, Mus, oder wird zu Salat gemacht. Auch bestens zum frittieren geeignet. Der Samen kann gemahlen und zu Mehl verarbeitet werden. Die Anzucht erfolgt über Stecklinge.

Die bedeutende Ölpalme

Die Ölpalme ist wirtschaftlich eine der bedeutendsten Palmenarten. Ihr Ursprungsland ist Afrika, sie wird aber heute aus wirtschaftlichen Gründen, in allen Teilen des tropischen Südost – Asiens angebaut. Die Palme trägt zwischen 3000 und 6000 Früchte, die bis zu 50 Kilogramm schwer werden können. Da die Frucht schnell verdirbt, muss sie nach der Ernte schnellstmöglich verarbeitet werden. Die Kerne werden entfernt und die Früchte gepresst. Die Samen liefern das Palmkernöl, das Fruchtfleisch wird zu Palmöl verarbeitet. Beschrieben wurde die Ölpalme erstmals von Nikolaus Joseph von Jacquin im Jahr 1763.

Ölpalme auch Elaeis guineensis genannt

Nach etwa vier Jahren entwickelt sich der Stamm, er hat einen Durchmesser bis zu 75 Zentimetern. Jährlich wächst die Ölpalme um 20 bis 60 Zentimeter. Ab 20 Meter Höhe, altert die Palme und produziert weniger Früchte, sie kann aber ein Alter von 200 Jahren erreichen. Sie bildet im Jahr etwas 35 neue Blätter, diese werden bis 7,5 Meter lang. Nach etwa zwei Jahren sterben sie ab, am Stamm verbleibt die Blattbasis. Die Blüten sind fünf bis zehn Zentimeter dicke Blütenstandsachsen, an ihnen befinden sich 200 Seitenachsen. Die Pflanze hat entweder männliche oder weibliche Blüten, nur junge Pflanzen verfügen über beide Geschlechter. Die Bestäubung erfolgt durch Käfer.

Die Reifezeit der Früchte einer Ölpalme beträgt sechs bis neun Monate. Das Fruchtfleisch bildet einen Monat vor der Reife Öl Tröpfchen und Karotine, die Früchte werden weich. Die Frucht ist drei bis sechs Zentimeter lang, das Fruchtfleisch ist faserig und von gelb- rötlicher Färbung.

Die bedeutende Ölpalme wird heute wegen der großen Nachfrage auf Plantagen angebaut. In der Kritik stehen diese, weil große Regenwald – Regionen abgeholzt werden, um die Plantagen anzulegen.

Das süße etwas – Zuckerrohr

Das süße etwas Zuckerrohr, zählt zur Familie der Süßgräser und enthält bis zu 16 Prozent kristallisationsfähigen Zucker. Die Pflanze wird etwa sechs Meter hoch, der “ Halm “ hat einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimeter. Zuckerrohr wächst überwiegend in Asien, Thailand liefert einen Großteil des Weltbedarfs, und in der Karibik. Dort wird es neben der Zuckergewinnung auch zur Herstellung von Rum genutzt. Schon früh wurde die Pflanze kultiviert und auf Plantagen angebaut. Zucker war teuer und ein Privileg der Adeligen. Wieder einmal war es Columbus, der eine Pflanzenart nach Amerika brachte, von dort fand es den Weg auf die karibischen Inseln. Das tropische Klima ist ideal für sein Wachstum.

Zuckerrohr der Süßgräser

Das süße etwas Zuckerrohr, benötigt gleichmäßige Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad. Bei zu hohen Temperaturschwankungen stirbt die Pflanze ab. Das Zuckerrohr ist Pflege intensiv, es muss gedüngt und ständig ausgiebig gewässert werden. Die Pflanze liebt Stickstoff reichen, tiefgründigen Boden, der immer feucht sein sollte, aber keine Staunässe bildet. Die Anzucht erfolgt einfach über Stecklinge.

Die Ernte findet nach neun bis 13 Monaten statt. In den meisten Anbaugebieten, wird dies mühevoll von Hand verrichtet, da es an Geld für Maschinen mangelt. Das geschnittene Zuckerrohr, muss innerhalb von zwei Tagen verarbeitet werden, da es in den tropischen Regionen schnell von Mikroorganismen befallen wird. Heute wird es auch zur Herstellung von Ethanol verwendet, Thailand ist bekannt dafür und dem Benzin beigemischt. Die Mischung ist preiswerter und soll den Bedarf an Rohöl senken. Das süße etwas Zuckerrohr ergibt gepresst auch einen delikaten Saft der Durst löschend ist.

Die fruchtige Orange

Die fruchtige Orange ist in Asien beheimatet, wächst allerdings in allen subtropischen und tropischen Regionen. Nach Europa gelangte die Orange über China. Columbus soll 1843 die ersten Samen der Frucht nach Amerika eingeführt haben. Auf Grund des dortigen Klimas, war es möglich, in verschiedenen Gebieten des Landes, große Plantagen anzulegen. Wesentlich später wurden sie in Europa in mediterranen Gebieten angepflanzt.

Kälte – Perioden können die Pflanzen absolut nicht vertragen, während der Wintermonate, legen sie keine Ruhe – Phase ein wie die europäischen  Obstsorten. Nach Frost sind die Früchte verdorben, nicht mehr zu verzehren. Die Anzucht kann durch Samen erfolgen, ist aber nicht empfehlenswert. Möglicherweise dauert es bis zu 15 Jahren, ehe die Pflanze zum ersten Mal blüht. Besser geeignet ist die Anzucht mit Stecklingen, die Zeit bis zur ersten Blüte verringert sich enorm.

Die fruchtige Orange, ist prozentual die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt. Es besteht ein großer Bedarf. Die Frucht wird auf den Märkten angeboten, aber auch die Getränke – Industrie nimmt einen Großteil der Produktion ab. Die grössten Produzenten sind Südafrika, Brasilien und mittlerweile auch Spanien.

Der Baum wird bis zu zehn Meter hoch, die Krone ist kugelig. Die Blätter sind 13 Zentimeter lang, von dunkelgrüner Färbung. Er gehört zu den immergrünen Pflanzen. Die Blüten sind weiß. Die fruchtige Orange ist etwas oval bis rund. Die Schale ist glatt und leicht von der Frucht zu lösen. Ihr Geschmack variiert von sehr süß bis leicht säuerlich, oder bitter. Die Erntezeit beginnt im September,endet etwa im März.

Bei uns gibt es bestimmte Zuchtformen, die den Orangen Baum klein wachsen lassen. Diese sind als Zimmerpflanze geeignet. Die fruchtige Orange entwickelt auch als Zimmerpflanze Früchte, die sind aber nicht zum Verzehr geeignet.

Die Birkenfeige – Ein immergrüner Strauch

Die Birkenfeige wird ebenfalls als Ficus benjaminia bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Maulbeer Gewächse. Sie ist in den tropischen Regionen Indiens, Nepals, Burmas, Chinas, Malaysias, Bangladeschs und im nördlichen Australien Zuhause. Es ist eine bekannte und beliebte Zimmerpflanze. In Ländern mit einem milden Klima, gedeiht sie auch im Garten.

Birkenfeige – Benjamini

In der freien Natur wächst die Birkenfeige als Strauch oder Baum. Die Wuchs Höhe liegt um die acht Meter, sie kann aber auch wesentlich höher wachsen. Der Durchmesser des Stamms liegt bei 30 bis 50 Zentimetern. Die Borke ist glatt und hellgrau, die Rinde junger Zweige braun. Die ausladend verzweigte Baumkrone erreicht oft einen Durchmesser von zehn Metern und mehr.

Die Blätter sind klein und verleihen der Pflanze ein interessantes Aussehen. Der Blattstiel wird ein bis drei Zentimeter lang. Ältere Blätter sind glatt und dunkelgrün, die jungen hellgrün und gewellt. Die Blüte ist einhäusig, das heißt: Es gibt männliche und weibliche Blüten, eine Bestäubung durch Insekten entfällt. Die reife Frucht der Birkenfeige, ist eine kleine Feige, leicht giftig, nicht für den Verzehr geeignet. Ihre Farbe ist rot – orange. Die Anzucht erfolgt durch Stecklinge, dies wurde auf dieser Seite schon mehrfach beschrieben.

Der Gummibaum hat Tradition

Der Gummibaum hat Tradition, da er mit eine der bevorzugten Zimmerpflanzen in Europa ist. Er ist in vielen Haushalten anzutreffen. Zugeordnet wird er der Pflanzenart aus der Gattung der Feige, gehört also zur großen Familie der Maulbeer Gewächse. Mit der Nutzpflanze des Kautschukbaums ist er nicht verwandt. Dieser liefert den meisten Naturkautschuk zur Gummiherstellung. Ursprünglich kommt er aus Nordost – Indien, ist heute aber in allen Regionen der Tropen vertreten.

Gummibaum – Ficus elastica

Der Gummibaum hat eine Höhe zwischen 20 und 40 Meter, ist immergrün, der Stammdurchmesser kann zwei Meter betragen. In seltenen Fällen wird er auch 60 Meter hoch. Die Rinde des Stamms ist mittel braun und glatt. Er verfügt über Brettwurzeln und Luftwurzeln, die ihm einen festen Stand in der Erde garantieren. Werden die Pflanzenteile verletzt, sondern sie einen dickflüssigen Milchsaft ab. Der Blattstiel ist zwei bis fünf Zentimeter lang, die Blattspreite bis 35 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit. Die Oberseite der Blätter ist dunkelgrün und glänzend, die Unterseite hellgrün. Die Pflanze ist einhäusig, benötigt keine duftenden, oder farbigen Blüten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Die Frucht ist eine kleine gelbgrüne Feige, für den Verzehr nicht geeignet.

Genutzt wird der Gummibaum als Zierpflanze, in mediterranen Gebieten im Garten, sonst als Zimmerpflanze. Er bevorzugt Licht, mag feuchtes Erdreich, kommt allerdings auch mit Trocken – Perioden gut zurecht. Die Anzucht erfolgt durch Stecklinge, selten durch Samen. Am einfachsten die Stecklinge in Wasser wurzeln lassen, später in ein entsprechendes Substrat pflanzen. Hat der Gummibaum zuwenig Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, wird er leicht von Schädlingen befallen. Einmal im Monat sollte er gedüngt werden.

Der tropische Jackfruchtbaum

Jackfruchtbaum – Artocarpus heterophyllus

 

Der tropische Jackfruchtbaum gehört zur Gattung der Maulbeer Gewächse, wird auch Jackbaumfrucht, Jakobsfrucht, oder von den Portugiesen Jaca genannt. Erstmals erwähnt wurde er von dem französischen Botaniker, Jean Baptiste de Monte de Lamarck, im Jahr 1789. Beheimatet ist er in Indien, wächst aber in allen tropischen Regionen der Welt. Besonders beliebt ist die Jackfrucht in Thailand. Getrocknet wird sie als “ Jackfrucht – Chips “ angeboten. Das Holz des Baums wird zur Herstellung von Musikinstrumenten verwendet.

Der tropische Jackfruchtbaum hat einen kurzen Stamm, mit einer dichten, immergrünen Baumkrone. Der Durchmesser des Stamms beträgt bis zu 50 Zentimeter und kann eine Höhe bis zu 20 Metern erreichen. Die Rinde ist dunkelbraun und rau. Die Blätter sind spiralig angeordnet, in Blattspreite und Blattstiel gegliedert. Bei jungen Bäumen sind die Blätter von einem hellen grün und gelappt, ältere Blätter sind dunkelgrün.

Blüten bilden sich am Stamm, den Zweigen, oder den Ästen. Der Baum besitzt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die männlichen sind behaart und die Kelch Röhre endet in Kelch Lappen. Weibliche Blüten sind kugelig, mit einer fleischigen Rachis. Sie blühen von Dezember bis März. Die Früchte wachsen am Stamm, wechseln während sie reifen, die Farbe von gelb zu grün. Ist der Reife – Prozess abgeschlossen, sind sie von bräunlich, gelblicher Färbung, mit sehr härter, noppiger Schale. Die Frucht ist sehr groß, kann bis zu 100 Zentimeter lang und einen Durchmesser von 50 Zentimeter erreichen. 15 Kilo Eigengewicht sind keine Seltenheit. Die Frucht reift von Juli bis August.

In Thailand findet sich der tropische Jackfruchtbaum bei den Einheimischen auf Grund der Beliebtheit seiner Frucht in fast jedem Garten. Das Fruchtfleisch ist äußerst schmackhaft, die Samenkerne schmecken ähnlich, wie unsere Kastanien. Sie können gekocht, getrocknet, oder roh gegessen werden. Nach dem öffnen der Jackfrucht, ist sie nicht lange haltbar. Die Anzucht ist schwierig, da die Samen meistens nicht frisch sind.

Der biegsame Bambus

Der biegsame Bambus wächst in allen subtropischen Regionen, vor allem in Asien. Dies unglaublich schnell und er ist gegen fast alles widerstandsfähig. Der Bambus ist sehr anpassungsfähig, gedeiht auch auf kargen Nährböden. In Indonesien wurde er schon 6000 vor Christi für alle erdenklichen Bauten genutzt. Seine Verbreitung setzte sich schnell fort. Der Bambus gelangte in den Orient, dort wurden Hotels, Brücken, sogar Pyramiden aus  Bambus gebaut.

Alexander der Große versuchte vergeblich die Keimzelle des Bambus zu finden, da er unabhängig von den Händlern sein wollte. Durch seine Anpassungsfähigkeit, wächst der Bambus heute in der ganzen Welt. In ganz Asien findet der biegsame Bambus noch vielfach Verwendung. Aus ihm werden Möbel, Zäune, Kunstgegenstände und andere Gebrauchsgegenstände gefertigt.

Es gibt viele Bambus Arten

In Europa sind Bambus – Produkte inzwischen äußerst beliebt. Die Pflanze selber kann im Garten, oder in der kleineren Variante auch in der Wohnung gepflanzt werden. Die Anzucht ist recht einfach. Da es viele Bambus Arten gibt, sollte darauf geachtet werden, dass die in Europa gepflanzte Art winterhart ist. Der Riesen Bambus Moso ist bestens für den Garten geeignet.

Der Samen sollte frisch sein, da er sonst nicht mehr, oder nur sehr schlecht keimt. Die Samen zwei Tage in Wasser quellen lassen, danach in ein nährstoffarmes Substrat pflanzen. Die ideale Temperatur liegt bei 25 bis 30 Grad, die Erde stetig feucht, aber nicht nass halten. Nach etwa drei Wochen, drängen die Keimlinge durch die Erde. Wenn diese richtig gewurzelt haben, sollte umgetopft werden.

Im Garten kann der Bambus mit Pferdemist gedüngt werden, sofern vorhanden, ansonsten einen Dünger mit hohem Stickstoffanteil verwenden. Auch in unseren Breiten, erfreut sich der biegsame Bambus immer grösserer Beliebtheit als Hecke, oder Windschutz. Die Hecke ist dekorativ und durch die Biegsamkeit des Bambus, auch bei starken Winden sehr effektiv.

Die saure Orange – Die Pomeranze

Orange – Apfelsine

Ihren Ursprung hat die Pomeranze in den tropischen Regionen Südostasiens, die Araber verbrachten sie nach Spanien und Portugal. Die Portugiesen wiederum führten sie nach Amerika ein und kultivierten die saure Orange. Sie wächst auch im Mittelmeerraum, aber in den Tropen, findet sie ideale Klimabedingungen vor und trägt ganzjährig Früchte. Aus ihrer Frucht wird größtenteils Marmelade hergestellt. Die Blätter und Blüten sind Bestandteil von Basis – Düften der Parfüm Industrie. Ansonsten hat die Pomeranze keinen großen kommerziellen Nutzen.

Die Früchte haben eine runde Form, einen Durchmesser bis zu zehn Zentimetern, sind von einer dicken, Rinden artigen Schale umgeben. Das Fruchtfleisch der Pomeranze ist sauer, mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Die Früchte wachsen an etwa zehn Meter hohen Bäumen. Die Anzucht erfolgt durch den Samen und bereits nach drei Jahren tragen die Bäume Früchte. Einige Gattungen werden aus Stecklingen gezogen. Zitrusgewächse sind leicht zu kreuzen, so entstanden und entstehen etliche Unterarten, die hier nicht angeführt werden können.

Die saure Orange bevorzugt lockeren Boden, gedeiht aber auch in lehmhaltiger Erde. Nässe führt allerdings schnell dazu, dass die Wurzeln faulen. Bei entsprechender Sorgfalt, kann die Pomeranze ebenfalls in europäischen Gärten angepflanzt werden. Bei der Pflanzung unbedingt darauf achten, dass die Erde durchlässig ist, sollte dies nicht gegeben sein muss eine Drainage gelegt werden, sonst faulen die Wurzeln. Mäßig düngen, das schützt zusätzlich vor Schädlingen und feucht halten.