Archiv des Monats: Mai 2012

Frauenschuh – Die gefährdete Orchidee

Der Frauenschuh ist wie die meisten Orchideen in den Tropen beheimatet, Hauptverbreitungsgebiet ist Asien. Die einzige Ausnahme bildet der gelbe Frauenschuh, es ist die einzige Frauenschuh-Art, die in Deutschland auch in der freien Natur zu finden ist. In der Schweiz gibt es ebenfalls einige grössere Vorkommen. Seit längerer Zeit steht der Frauenschuh auf der Roten Liste der schützenswerten Pflanzenarten. Die Gefährdung wird auf das Abholzen der Wälder und auf Spaziergänger zurückgeführt, die den Frauenschuh einfach ausgraben und in den heimischen Garten pflanzen.

Der Frauenschuh stellt keine großen Ansprüche, ist leicht zu pflegen. Das Schöne an Orchideen ist ihre lange Blütezeit, sowie die besonders schönen Formen und Farben der Blüten. Obwohl die im Handel befindlichen Orchideen größtenteils in Deutschland gezüchtet wurden, stellen sie die gleichen Ansprüche wie in ihrer Heimat dem tropischen Regenwald. Sie benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und Warme. Der Standort für den Frauenschuh sollte hell, aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad sind die idealen Voraussetzungen für eine gesunde Pflanze. Da der gefährdete Frauenschuh zu den Erdorchideen zählt, benötigt er ein spezielles Orchideen-Substrat, dieses muss locker sein. Die Pflanze bildet keine Luft- sondern Haarwurzeln, durch die sie die Nährstoffe und Flüssigkeit aufnimmt. Nur mäßig gießen, durch Staunässe können die empfindlichen Wurzeln von Pilzen befallen werden. Mit dem Dünger auch sparsam umgehen.

Der Frauenschuh ist ebenfalls unter dem Namen Venusschuh bekannt. Seinen Namen verdankt der Frauenschuh dem einem Schuh ähnelndem unteren Kronblatt. Die Blüten sind in mehreren Farben gemustert. Die Pflanze ist ein wenig giftig, aber ungefährlich für die Gesundheit. Heute gibt es kultivierte Pflanzen mit extra großen Blättern und Blüten.

Der pflegeleichte Osterkaktus

Der Osterkaktus zählt zu den Sukkulenten, da er viel Licht, Luft und Feuchtigkeit benötigt, wächst er im Regenwald meistens auf Bäumen. Seine Gattung wird in sechs Arten unterteilt, er gehört zur Art der Hatiora. Sein Verbreitungsgebiet sind die Regenwälder in Brasilien. In anderen Ländern kommt er so gut wie nicht vor. Der Osterkaktus ist die ideale Zimmerpflanze und leicht zu pflegen.

Der Osterkaktus wird gerne mit dem Weihnachtskaktus verwechselt. Beide gehören der Gattung der Kakteen an, werden allerdings anderen Arten zugeordnet. Sie weisen unterschiedliche Blatt- und Blütenformen auf. Die Blüten des Osterkaktus sind zudem nur tagsüber geöffnet. Eine Vermehrung ist recht problemlos durch Stecklinge zu erzielen. Einfach einige nicht verholzte Triebe von der Mutterpflanze abtrennen und in angefeuchtetes Substrat pflanzen. Die Stecklinge sollten mit einer durchsichtigen Kunststofffolie abgedeckt werden, um einen Treibhauseffekt zu erhalten. Die Erde weiterhin feucht halten und für eine Temperatur zwischen 20 und 28 Grad sorgen. Nach vier bis sechs Wochen bilden sich die ersten Wurzeln. Die Pflanzen werden bereits nach einem Jahr Blüten tragen.

Der Standort sollte hell sein, direkte Sonneneinstrahlung verträgt der Osterkaktus nicht. Während der Blütezeit den Standort nicht wechseln, sonst verliert die Pflanze ihre prächtigen Blüten. Während des Sommers kann der Osterkaktus an einen schattigen Platz im Freien verbracht werden. Die Pflanze benötigt ein lockeres, nährstoffreiches Substrat. Bei Bedarf etwa alle zwei Wochen Dünger zugeben. Die Erde feucht halten, Staunässe darf sich nicht bilden, sonst faulen die Wurzeln. Ab September nur noch mäßig gießen. Überwintern sollte der Osterkaktus bei circa zehn Grad, da sich bei höheren Temperaturen im Frühjahr keine Blüten bilden.

Pflege der Priesterpalme – Petticoatpalme

Die Heimat der Priesterpalme ist der Süden Amerikas und einzelne Gebiete in Mexiko. Die Pflanze ist äußerst widerstandsfähig und wächst schnell. Ihr Stamm erreicht einen Durchmesser von von einem Meter und kann eine Höhe von bis zu 15 Meter erreichen. Die Priesterpalme gehört zu den Schirmpalmen.

Die Blätter hängen herunter und sind bis zur Hälfte eingeschnitten. An den Blattstielen befinden sich wie bei vielen Palmenarten Dornen. Der Name Petticoatpalme entstand durch die herunterhängenden, abgestorbenen Blätter. In der freien Natur fallen die abgestorbenen Blätter nach einiger Zeit ab. Bei kultivierten Pflanzen sollten sie von Hand entfernt werden. Ihre Frucht ist schwarz, etwa einen Zentimeter dick. Diese kann zur Anzucht verwandt werden. Die Priesterpalme ist bestens für unsere Breiten geeignet, da sie Frost verträgt.

Die Priesterpalme sollte in hohe Töpfe gepflanzt werden, damit die Pfahlwurzeln entsprechenden Platz zum ausbreiten haben. Obwohl sie winterfest ist, mag sie in den Sommermonaten Warme und Sonne. An einem geschützten Ort kann sie milde Winter durchaus im Freien überstehen. Sollte es zu stark frieren, kann die Priesterpalme in einen frostfreien, dunklen Raum verbracht werden. Ein Kellerraum wäre zum Beispiel geeignet. Trockene Heizungsluft verträgt die Pflanze nicht, sie würde eingehen. Folglich über den Winter nicht in einen Wohnraum stellen. Nach dem Winter nicht sofort in die Sonne stellen, sondern langsam an die neuen klimatischen Bedingungen gewöhnen. Bei dem Substrat darauf achten, dass es durchlässig ist. Die Priesterpalme benötigt nicht viel Wasser, die Erde nur feucht halten. Staunässe nimmt sie übel und geht ein.

Die Blaublättrige Yucca Palme

Die Blaublättrige Yucca Palme gehört zur Pflanzengattung der Spargelgewächse, ist folglich im eigentlichen Sinne kein Palmen-Gewächs. Hauptverbreitungsgebiete sind die südlichen Gegenden der USA, Kanadas und Mexikos. Die Blaublättrige Yucca Palme hat ein apartes Aussehen und ist deshalb besonders beliebt.

Yucca Palmen sind mehrjährig, verholzen, die meisten Arten bilden einen Stamm. Die Laubblätter sind spitz, die Blattränder vieler Arten sind glatt. Die Blaublättrige Yucca Palme hat stahlblaue Blätter, die am Ende eines hohen Stammes eine Kugel bilden. Die Wurzeln sind faserig und breiten sich großflächig aus. Yucca Palmen sind in unseren Breiten beliebte Zimmerpflanzen geworden. Als Kübelpflanze ziert sie manche Terrasse, ist aber nur bedingt winterhart.

In der kalten Jahreszeit benötigt die Blaublättrige Yucca einen hellen Standort, verträgt auch Frost. Besser sind allerdings Temperaturen um die zehn Grad. Auf einer überdachten Terrasse übersteht sie den Winter problemlos. Bitte nicht gießen. Im Frühjahr entwickelt die Blaublättrige Yucca Palme neue Triebe und Blätter. Während der Sommermonate einen hellen Standort wählen, am Besten im Freien. Die Yucca mag es heiß, wie es ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet entspricht. Zuviel Feuchtigkeit verträgt sie nicht das Erdreich sollte durchlässig sein, sonst könnten die Wurzeln faulen. Bei trockenem Wetter etwa alle zwei Wochen wässern. Dünger verträgt sie einmal im Monat. Die bei uns kultivierten Pflanzen erreichen selten die Höhe wie in ihrer Heimat.