Archiv des Monats: Juni 2012

Königspalme – Pflege Anzucht

Die Königspalme ist überwiegend in subtropischen und tropischen Regionen beheimatet, gilt als beliebte Zierpflanze. Sie gehört zur Familie der Palmen-Gewächse. Ihre natürlichen Verbreitungsgebiete sind Florida, die Kaimaninseln, Yucatan und Cuba. In der Karibik werden die Blätter genutzt um Dächer zu decken, die Früchte werden an die Schweine verfüttert, der Stamm dient als Bauholz. Erstmals Erwähnung findet die Königspalme durch den deutschen Biologen Karl Sigismund Kunth im Jahr 1816.

Die Königspalme kann die imposante Höhe von 30 Metern erreichen, der Stamm einen Durchmesser von fast 60 Zentimetern. Die Blattkrone hat 15 Blätter, die untersten hängen herunter. Der Kronenschaft ist dunkelgrün und zwei Meter lang. Die Fiederblätter sind bis zu 120 Zentimeter lang und bis zu 2,5 Zentimeter breit. Die Kelchblätter sind dreieckig, die weiblichen und männlichen Blüten weiß. Die entwickelte Frucht ist kugelig, von schwarzer Farbe.

Die Königspalme benötigt einen hellen Standort liebt die direkte Sonneneinstrahlung. Die Erde sollte ständig feucht gehalten werden. An heißen Tagen nimmt die Palme viel Wasser auf, zudem verdunstet ein Teil an der Erdoberfläche. Bei diesen klimatischen Bedingungen sollte spätestens nach drei Tagen gegossen werden. Bei uns kultivierte Königspalmen sind winterhart bis – 8 Grad. Bei längeren Frostperioden die Pflanze selber und die Erde abdecken. Die Wurzeln dürfen keinesfalls einfrieren, die Palme ginge ein.

Wenn die Königspalme die Wintermonate in der Wohnung verbrachte, langsam an die Sonne gewöhnen, sonst verbrennen die Blätter. Bei einem zu trockenen Substrat wird die Pflanze gerne von Schildläusen, Wollläusen und Spinnmilben befallen. Dünger sollte etwa alle zwei Wochen verabreicht werden. Wegen der Pfahlwurzeln in hohe Töpfe pflanzen, damit die Wurzeln genügend Platz haben. Vertrocknete Blätter sollten etwa drei Zentimeter vom Stamm entfernt abgeschnitten werden. Die Anzucht der Königspalme erfolgt durch den Samen, am besten im Frühjahr. Bei einer Temperatur um die 20 Grad werden nach spätestens drei Monate die ersten Triebe sichtbar.

Indische Lotusblume

Die Indische Lotusblume gehört der Familie der Lotus-Gewächse an. Beheimatet ist sie in folgenden Ländern Asiens: China, Korea, Japan, und Nepal. Weitere Verbreitungsgebiete sind das Kaspische Meer, die Aralsee und Pakistan. Sie gedeihen in sumpfigen Gegenden und in Seen. In Asien dient die Indische Lotusblume als Nahrungsmittel. Aus den Wurzel werden Mehl oder Salate gemacht, die Blätter gelten als äußerst schmackhaftes Gemüse. Selbst die Samen werden verwertet. Geröstet oder kandiert werden sie als Snack gereicht. Die Asiaten bauen sie wie Gemüse in großen Teichen an.

Die Indische Lotusblume gehört zu den krautigen Pflanzen. Die Blattspreite hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern, die Blattstiele sind zwei Meter lang. Die Blütenblätter weisen eine rosa Färbung auf. Bei einigen Arten sind sie auch gelb oder weiß. Die Lotusblume entwickelt eine große Anzahl von Fruchtblättern. Käfer übernehmen die Bestäubung der Blume. Die Nuss förmige Frucht hat etwa eine Größe von 20 Millimetern.

Die Indische Lotusblume ist wegen ihres aparten Aussehens in unseren Breiten sehr beliebt. Die Blätter der Pflanze sind Wasser abstoßend. Dies ist ein wirksamer Schutz gegen Pilz Befall. In Europa wird sie allerdings wegen der schlechten klimatischen Bedingungen eher selten in Gewässer gepflanzt. Es wird die Blaue Lotusblume bevorzugt, die gehört aber der Familie der Seerosen an. In Asien gilt die Indische Lotusblume als Symbol der Wiedergeburt und Reinheit. Buddha soll auf einer Lotusblume geboren worden sein.

Die Anzucht erfolgt durch den Samen. Diesen einige Tage in Wasser quellen lassen, anschließend in einen Anzucht Topf mit sehr feuchtem Substrat pflanzen und warm stellen. Die Indische Lotusblume benötigt einen Standort mit mindestens 60 Zentimetern Wassertiefe und wird in Töpfe mit Lehmerde gepflanzt. Bei einer Wassertiefe von einem Meter ( Frostgrenze ) kann sie im Winter eine kurze Frost Periode überstehen. Bei einer geringeren Tiefe verwelken die Blätter, die Blume geht ein.

Mascarena Palme

Die Mascarena Palme gehört zur Familie der Palmen-Gewächse und ist vom Aussterben bedroht. Ihre Heimat sind die Mascarenen im indischen Ozean. Sie ist eine langsam wachsende Palmenart.

Die Mascarena Palme ist eine Fieder Palmenart. Im botanischen Garten auf Mauritius wächst noch ein einziges Exemplar. Die Pflanze ist vom Aussterben bedroht. Der dünne, graue Stamm wird circa 12 Meter hoch. Die Palmen Krone hat nur wenige Wedel mit bis zu 150 Fiederblättern. Die Blütenstände wachsen aus dem Stamm nach oben. Die männlichen Blüten sind cremefarben. Die Anzucht mit Stecklingen war bisher erfolglos. Versuche einer Bestäubung scheiterten ebenfalls.

Es gibt nur wenige kultivierte Pflanzen im Blumenhandel. Die Flaschen Palme ähnelt der Mascarena Palme, wird oft mit ihr verwechselt. Den Namen erhielt sie wegen ihres Flaschenförmigen Stammes, der an der Basis verdickt ist. Das Substrat für die Mascarena Palme sollte durchlässig sein. Nur mäßig gießen. Da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt, sollte sie mit einem Wasserzerstäuber täglich angefeuchtet werden. Bei zuviel Wasser faulen die Wurzeln.

Sie mag helle Standorte aber kein direktes Sonnenlicht. Die ideale Temperatur beträgt 25 bis 30 Grad, im Sommer kann sie ins Freie verbracht werden. Den Winter übersteht sie in der Wohnung bei etwas 18 Grad schadlos. Jüngere Pflanzen sollten immer einen Standort in der Wohnung haben, da sie noch nicht so robust sind wie die älteren. Große Pflanzen können in Kübel gepflanzt werden. Die Mascarena Palme ist Pflege intensiv. Die Fiederblätter trocknen bei geringer Luftfeuchtigkeit aus. Dadurch kann die Pflanze absterben. Sie entwickelt maximal zwei neue Wedel im Jahr.

Pflege der Hanfpalme

Die Hanfpalmen sind überwiegend in Asien beheimatet, erfreuen sich heute auch großer Beliebtheit als Zimmerpflanze. Die Pflanze ist winterhart wächst in Indien, Thailand, Vietnam, China und sogar im Himalaya. Der Samen, wird von der pharmazeutischen Industrie zur Herstellung von Mitteln gegen Krebs genutzt. Aus den Fasern des Stammes werden Bürsten, Matten und Textilien gefertigt. Als Ganzes dient er zur Errichtung von Pfosten.

Die Hanfpalme gehört zu den Fächerpalmen. In der freien Natur ihrer Heimat erreichen sie eine Höhe von bis zu zehn Metern, die Blätter werden 80 Zentimeter lang und haben eine hellgelbe Färbung. Die Hanfpalme wächst äußerst langsam, ist aber widerstandsfähig und genügsam.

Die Anzucht erfolgt durch den Samen, am besten in einem Anzuchttopf. Den Samen einige Tage in Wasser vorkeimen lassen. Der Keim-Vorgang dauert etwa sechs Monate. Es kann allerdings auch bis zu einem Jahr dauern, ehe sich ein Trieb zeigt. Samen wird von den Gartencentern angeboten. Darauf achten, dass er nicht überlagert ist, sonst keimt er unter Umständen nicht mehr. Während des Keim-Vorgangs kann die Pflanze getrost an einen recht warmen Platz gestellt werden. Ausgiebig wässern, das Substrat feucht aber nicht nass halten. Mäßig Dünger verwenden.

Die Hanfpalme liebt helle Standorte verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Überwintern kann die Pflanze bei etwa zehn Grad. Im Sommer kann sie als Kübelpflanze ins Freie verbracht werden. In unseren Breiten kultivierte Hanfpflanzen sind nicht so robust wie in ihrer Heimat, deshalb sollten sie Anfang September vom Garten in die Wohnung wechseln. Welke, braune Blätter von Hand entfernen. Ebenfalls entfernt werden müssen Watte artige, weiße Flocken, die den Blättern schaden. Die Blätter mit medizinischem Alkohol vorsichtig abreiben. Zur Zeit ist die Hanfpalme in Blumenläden teuer, da nur wenige Exemplare auf dem Markt sind.

Ingwer – Die Heilpflanze

Die Nutz- und Heilpflanze Ingwer wächst in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde, wild wachsend bevorzugt im Regenwald. Überwiegend in Asien, in den Ländern: Vietnam, China, Indonesien, Indien. Ausnahmen bilden Nigeria und Australien. In diesen Ländern wird er schon seit Jahrzehnten angebaut und wirtschaftlich genutzt. Es wird angenommen, dass der Ingwer ursprünglich auf den pazifischen Inseln beheimatet war. In Deutschland wurde im neunten Jahrhundert zum ersten Mal über die Heilpflanze berichtet. Ingwer wird heute professionell angebaut, da ein großer Bedarf besteht. Indien hat die grössten Anbaugebiete gefolgt von dem afrikanischen Nigeria.

Der Ingwer gehört den krautigen Pflanzen an. Er kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen, hat einen starken Stiel und lange Blätter, deren Rand oft gelblich gefärbt ist. Die Kronblätter sind verwachsen, die Kelchblätter mit einem Zentimeter recht klein. Die schwarzen Samen sind von einem Mantel eingeschlossen. Der Ingwer bildet sogenannte Kapselfrüchte. Die Wurzeln sind verdickt, knollig und haben einen Wurzelstock. Diese werden auf unterschiedliche Weise genutzt. Früchte bildet der Ingwer nur selten aus. Nach der Blütezeit wird der Wurzelstock zur weiteren Verwendung ausgegraben. Uns sind 85 Ingwer Arten bekannt.

Der Ingwer findet vielfache Verwendung. Er hat einen intensiven Geruch und einen aromatischen Geschmack. Deshalb findet er als Gewürz Verwendung in der Küche, vor allem in Asien. Gerieben oder klein geschnitten wird er den Speisen beigefügt. Ingwerbier und Ginger Ale sind fast jedem als Getränke bekannt. Die Wurzeln enthalten einen Balsam und ätherische Öle denen eine heilende Wirkung nachgesagt wird.

Ein Sud wird zur Behandlung von Muskelschmerzen, Erkältungen und Rheuma eingesetzt. Helfen soll er auch bei Entzündungen, Unwohlsein und Erbrechen. Weitere Delikatessen sind die Ingwer Marmelade, mit Schokolade überzogener Ingwer und die Ingwer Pflaume. Das sind in süßen Fruchtextrakt eingelegte Ingwer-Stücke. Die Japaner bevorzugen den in Essig eingelegten Ingwer.

Indem die Wurzeln in Scheiben geschnitten und gepflanzt werden, ist eine Anzucht in unseren Breiten durchaus möglich. Er ist winterhart und kann in den Garten gepflanzt werden.