Archiv des Monats: August 2012

Pflege der Feuerpalme

Beheimatet ist die Feuerpalme in den Feuchtgebieten Australiens. In der freien Natur erreicht sie spielend eine Höhe von 20 Metern. Die ausladenden Palmwedel haben eine Länge von bis zu vier Metern. Die Feuerpalme gehört zu den schnell wachsenden Palmenarten.

Die Feuerpalme wird bei uns als Zimmerpflanze kultiviert und ist bei der richtigen Pflege langlebig. Die Feuerpalme ist robust, stellt keine allzu großen Anforderungen an die Pflege. Da die Pflanze schnell wächst, sollte im Gartencenter eine möglichst kleine Pflanze gekauft werden. Es bereitet Vergnügen, sie bei ihrem schnellen Wachstum zu beobachten. Der Standort sollte hell, aber nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein, erst langsam an die neue Umgebung gewöhnen. Außerdem sollte der Standort nicht ständig gewechselt werden, das mag die Feuerpalme nicht.

Das Substrat muss durchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet. Es sollte immer feucht gehalten werden und die Palmwedel der Feuerpalme zusätzlich mit einem Wasserzerstäuber besprühen, da sie in ihrer natürlichen Umgebung einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Temperaturen sind bei der Pflege der Feuerpalme nicht so wesentlich. Sie ist nicht so empfindlich wie andere Palmenarten und verträgt leichte Temperaturschwankungen ohne Schaden zu nehmen. Die Wintermonate übersteht sie gut bei Temperaturen um die 15 Grad. Im Sommer kann die Feuerpalme ins Freie verbracht werden, es fördert das Wachstum. Die Vermehrung kann sowohl durch Samen als auch durch Stecklinge vorgenommen werden.

Kalla – Die richtige Pflege

Beheimatet war die Kalla ursprünglich in den sumpfigen Regionen Afrikas, die während der Sommermonate austrocknen. Mittlerweile ist sie auch in einigen subtropischen Gebieten Asiens verbreitet. Bei uns wurde sie wegen ihrer schönen Blüten zu einer beliebten Zimmerpflanze. Die Kalla gehört zur Familie der Ahorngewächse.

Auf Grund ihrer Herkunft ist die Pflege nicht ganz einfach. In der Ruhephase während des Sommers vertrocknet die Kalla und verliert die Blätter. Es ist schwer, ihren Wachstums-Rhythmus in der Wohnung nachzuempfinden. Wichtig ist ein heller Standort, an dem die Kalla intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. In ihrer Ruhephase sollte sie ins Freie verbracht werden. Einen sonnigen aber vor Regen geschützten Standort wählen.

Im Herbst beginnt die Wachstumsphase der Kalla. Die Temperatur in der Wohnung sollte zwischen 12 und 15 Grad betragen. Während der Blütezeit der Kalla können es ruhig bis zu 22 Grad sein. Bei höheren Temperaturen verliert die Pflanze schneller ihre herrlichen Blüten.

Nach der Ruhephase nur mäßig gießen, das Substrat jeweils trocknen lassen. Während der intensiven Wachstumsphase der Kalla häufiger gießen, bis die satt grünen Blätter sich vollständig entwickelt haben. Da die Sumpf-Regionen während der Blütezeit unter Wasser stehen, kann die Kalla in der Wohnung in einen Übertopf gestellt werden, der mit etwas Wasser angefüllt wird. Vertrocknen die Blätter wieder nicht mehr gießen. Die Anzucht erfolgt durch abschneiden der Seitensprossen. Diese werden in einen mit lockerem Substrat gefüllten Anzucht-Topf gepflanzt. Gedüngt werden sollte die Kalla alle zwei Wochen, während der Blütezeit jede Woche. Die beste Zeit zum Umtopfen ist der Beginn des Herbstes.

Säulenkaktus vermehren und pflegen

In seiner natürlichen Umgebung kann der Säulenkaktus die stattliche Höhe von bis zu zehn Metern erreichen. Es handelt sich um eine schnell wachsende Kakteen Art, die auch als Zimmerpflanze nach wenigen Jahren eine Höhe von einem Meter erreicht. Erst nach einigen Jahren und der richtigen Pflege bildet der Säulenkaktus Blüten. Leider öffnen sie sich Nachts und Morgens ist es mit der Pracht vorbei.

Da der natürliche Lebensraum des Säulenkaktus die Wüste ist, kann er der direkten Sonneneinstrahlung bedenkenlos ausgesetzt werden. Er wächst dem Licht entgegen, deshalb sollte er häufig etwas gedreht werden, um den Wuchs in eine Richtung zu vermeiden. Besonders gut gedeiht er wenn es möglich ist, ihn während der Sommermonate ins Freie zu verbringen. Überwintern kann der Säulenkaktus bei Temperaturen um die zehn Grad. Der Kaktus benötigt wenig Wasser, auf alle Fälle Staunässe vermeiden, diese schadet den Wurzeln.

Die Anzucht des Säulenkaktus erfolgt durch Samen, eine andere Möglichkeit besteht nicht. Dem handelsüblichen Kakteen-Substrat sollte Sand beigemischt werden, damit überschüssiges Wasser besser versickert. Dünger sollte nur in kleinen Mengen und während des Wachstums verabreicht werden. Sind die Anzucht-Töpfe zu klein für die jungen Pflanzen geworden, muss umgetopft werden. Dazu eignet sich das Frühjahr am Besten. Den Boden eines grösseren Topfes mit Substrat bedecken, an dem Wurzelballen des Säulenkaktus die Erde entfernen, ohne die empfindlichen Wurzeln zu schädigen. In den Topf stellen, diesen mit Substrat auffüllen, und leicht andrücken. Der Säulenkaktus wird gerne von Spinnmilben, Woll- und Schmierläusen befallen. Deshalb öfter nachsehen, ob die Tierchen schon am Werk sind.

Pflege der Bromelien

Die meisten Arten der Bromelien sind kurzlebig, sterben nach der Blütezeit ab. Die Pflanzen wachsen bevorzugt in den subtropischen und tropischen Regionen der Erde. Die bekannteste Bromelie dürfte die schmackhafte Ananas sein. Eine Besonderheit der Bromelien ist, dass sie die benötigte Feuchtigkeit sowie die Nährstoffe durch Wurzeln und Blätter aufnehmen. Die in unseren Breiten als Zimmerpflanze genutzten Bromelien sind in der Regel Aufsitzer-Pflanzen. Das heißt: Sie wachsen auf den Zweigen und Ästen von Bäumen, überwiegend im tropischen Regenwald. Einige, wenige Arten bevorzugen die Erde als ihren natürlichen Lebensraum.

Es gibt diverse Mischformen, die mit beiden Lebensbedingungen gut klar kommen, sowohl in der Erde, als auch als Aufsitzer-Pflanze gedeihen. Die Wasseraufnahme durch die Blätter kann erfolgen, da die Blätter eine Art “ Trichter “ bilden, in dem sich dass Wasser sammeln kann. Die Bromelien speichern die Flüssigkeit, für Zeiten in denen keine Niederschläge fallen. Eine weitere Funktion der “ Trichter “ ist die Aufnahme von Nährstoffen. Insekten, die dort hinein fallen, werden durch die Pflanze zersetzt und dienen der Bromelie als Nährstoff. Ein ausgeklügeltes System der Natur.

Als Zimmerpflanze sollten die Bromelien keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, sie haben allerdings einen hohen Bedarf an Licht. Ein wichtiger Bestandteil der Pflege ist die richtige Wahl des Standortes. Er sollte hell und warm sein, das fördert das Blüten-Wachstum und die Blätter strahlen und glänzen in einem satten grün Ton. Ausnahmen bilden die im Erdreich wurzelnden Bromelien, sie können bedenkenlos der prallen Sonne ausgesetzt werden. Die Pflanzen sollten im Zimmer täglich gegossen werden, Staunässe vermeiden. Temperaturen unter 15 Grad mögen die Bromelien nicht sonderlich gerne. Es kann zu ernsthaften Schäden an der Pflanze führen. Das Substrat sollte locker und Kalk frei sein. Bei der richtigen Pflege können Bromelien ihnen lange Freude bereiten.

Blütenpracht – Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne besticht besonders durch ihre Blütenpracht, ist deshalb sehr beliebt als Dekoration. Es handelt sich um eine einjährige Schlingpflanze, die meist in kultivierter Form vorkommt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südost-Afrika, gehört zur Familie der Akanthus Gewächse. Die Pflege gestaltet sich als recht einfach, es ist eine unkomplizierte Pflanze.

Die Blüten sind langstielig und treiben aus den Blattachseln hervor. Die Blütenpracht kann zwischen Mai und Oktober bewundert werden. Sie sind von orange-gelber Färbung, verblühen leider recht schnell wieder. Die Form der Blätter ist dreieckig. Die Schwarzäugige Susanne kann bis zu 120 Zentimeter groß werden, wächst für eine Schlingpflanze allerdings eher langsam.

Der Standort sollte windgeschützt sein, dennoch bevorzugt sie leichte Luftbewegungen. Er sollte warm und hell gewählt werden, um das Wachstum der Pflanze zu fördern. Das Substrat mit Sand vermischen, da dies ihren natürlichen Lebensbedingungen in Südost-Afrika sehr nahe kommt. Die Pflanze benötigt ausreichend Nährstoffe, es muss häufig Dünger verabreicht werden. Die vertrockneten Samenkapseln der Blüten müssen entfernt werden, damit sich schnell wieder neue Blüten bilden können. Gegossen werden sollte die Schwarzäugige Susanne häufig, es darf keine Staunässe entstehen, das nimmt sie übel. Wird sie als Topf-Pflanze genutzt, ist es besonders wichtig, das Substrat ständig feucht zu halten.

Die Schwarzäugige Susanne ist nicht winterhart, Temperaturen unter zehn Grad können bereits schädlich sein. Deshalb sollte sie frühzeitig in einen hellen Kellerraum verbracht werden. Wenig gießen und das Düngen vollständig einstellen. Im Frühjahr muss sie zurück geschnitten werden, das fördert die Entwicklung neuer Blüten. Ab Mai kann die Schwarzäugige Susanne wieder ins Freie gestellt werden, aber langsam an die höheren Temperaturen und die Sonne gewöhnen. Erst einen schattigen Standort wählen, sonst verbrennen wie bei anderen Pflanzen auch die Blätter.