Archiv des Monats: September 2012

Saumfarn – Anzucht und Pflege

Der Saumfarn ist in den tropischen und subtropischen Regionen der Welt beheimatet. Bei uns erfreut er sich großer Beliebtheit als Zimmerpflanze. Bekannt sind etwa 300 Arten der Saumfarne, er gehört zu den Tüpfelfarnen. Die Pflanze ist immergrün, kommt wenn nötig bei seinem Wachstum durchaus mit wenig Licht aus. Besonders dekorativ wirkt der Saumfarn in der Diele.

Bei der Pflege ist zu beachten, dass der Saumfarn für eine gesunde Entwicklung relativ hohe Temperaturen benötigt. Gepflanzt wird er in ein humusreiches Substrat, auch muss auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Wenn nötig mit einem Wasserzerstäuber einsprühen. Während der Wachstumsphase muss der Saumfarn mit reichlich Wasser versorgt werden, Staunässe darf sich aber nicht bilden. Als Zimmerpflanze gehalten, reicht eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad, an einem hellen Standort.

Die Anzucht verspricht im Frühjahr den besten Erfolg. Die Wurzelstöcke werden geteilt und in ein geeignetes Substrat gepflanzt. Bei der Teilung ist darauf zu achten, das jeder abgeteilte Wurzelstock über fünf Wedel verfügt. Eine weitere Methode der Vermehrung, ist die durch die Sporen des Saumfarns. Umgetopft wird ebenfalls im Frühjahr, wenn die Wurzeln den gesamten Topf ausfüllen. Eine Düngung ist nur einmal im Monat erforderlich.

Palmengewächse können Durststiller sein

Palmen stehen in unseren Wohnzimmern, in öffentlichen Gebäuden und in vielen anderen Einrichtungen ebenfalls. Sie sind dekorative Pflanzen mit einer großartigen Wirkung. Sie füllen ganze Ecken aus oder große leerstehende Flächen. Die Palme ist beliebt wie eh und je. Palmen gab es schon vor 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit. 183 Gattungen und etwa 2600 Arten gibt es.

Palmengewächse können Durststiller sein

Palmengewächse finden sich in den wärmeren Erdteilen, davon in tropischen und subtropischen Gebieten. Die größte Vielfalt von Palmen findet man im tropischen Regenwald. Meist versehen mit einem schlanken Stamm und einem riesigen Dach als Blattschopf. Die Blätter die fächerförmig oder gefiedert sein können sind die Palmwedel. Die Gattung der Palmengewächse bringt den größten Samen hervor, ein Blatt mit 25 m Länge und hat einen Blütenstand mit über 10 Millionen Blüten. Die Palmengewächse zeigen verschiedenartige Wuchsarten. Sie sind von klein bis groß zu sehen, einzeln oder in Gruppen stehend. Die Blüte kann einmal im Leben erwachen, aber genauso gut mehrmals. Essbare Früchte haben etwa 100 Palmensorten. Zum Beispiel: Die Dattelpalme, Kokosnuss, Betelnuss und so weiter. Das essbare Palmherz wird Vegetationskegel genannt Aus manchen Arten kann man Sago gewinnen. Im malaysischen Raum ist die Sagopalme ein großer Stärkegeber. Durch Gärung entsteht der Palmwein, auch lassen sich aus dem Saft der Palmen diverse Getränke zaubern.

Palmengewächse punkten mit ihrer Vielseitigkeit

In vielen Erdteilen ist die Palme Material für einen Hausbau. Die Stämme sind das Holz und die Blätter, die wasserabweisend sind, werden für das Dach genommen. Selbst Möbel werden aus Palmgewächsen hergestellt. Für Rattan-Möbel wird die Rotangpalme genutzt. Im Gartenbau zeigt die Palme ebenfalls, dass sie nicht nur dekorativ sondern auch nützlich ist. Sie werden als variantenreiches Element genutzt, um einen mediterranen Eindruck zu gewinnen. In regenarmen Gebieten dient sie als Stabilisierung des Bodens, gerade an Böschungen. Da sie einem starken Wind gut trotzen können, als zum Beispiel: Laubbäumen, kann die Palme an exponierten Stellen gut gedeihen.

Winterharte Palmen auch für unsere Gebiete

Mit ein oder mehreren Palmengewächsen im Heim, auf der Terrasse oder auf dem Balkon, kommt ein kleines Stück Süden ins Haus. Aus einem Wintergarten kann ein Palmengarten gezaubert werden. Im Online Gartenhandel kann man Palmen kaufen. Sie werden sorgfältig verpackt geliefert und brauchen nur noch aufgestellt zu werden. So gibt es auch heutzutage Palmen zu kaufen, die den Stempel winterhart tragen. Zum Beispiel: Die Tessiner Palme, die Kälte sehr gut verträgt. Man sagt ihr nach, dass sie unsere harten Wintermonate bestens übersteht. Aber so ganz stimmt das nicht. Sie sollte schon gut geschützt überwintert werden. Hat man die Palme im Kübel, so kann sie mit Laub oder Rindenmulch umsorgt werden. Die Fächerpalme ist eine außergewöhnlich härteunempfindliche Pflanze. Ihr wird nachgesagt, dass sie bis – 20 °Grad überwintern kann. Allerdings ist diese Art der Palme sehr teuer in der Anschaffung und selten zu kaufen.

Paprika

Alle Arten der Gattung Paprika sind Nachtschattengewächse. Die Frucht des Paprikas wird in der Küche als Gewürz benutzt, sowohl frisch als auch in Pulverform. Besonders in Asien ist der Paprika wegen seines Geschmacks und seiner Schärfe beliebt. Die Pflanze wird auch als Peperoni oder Chili bezeichnet.

Ihren Ursprung hat die Paprika Pflanze in Süd-und Mittelamerika. Als wilde Form gab es ihn wahrscheinlich schon etwa 7000 Jahre vor Christus. Wesentlich später wurden die Zuchtformen entwickelt. Da eine rege Nachfrage besteht, wird der Paprika in den Tropen auf Plantagen angebaut. In den Sommermonaten gibt es bei uns eine besondere Zuchtform zu kaufen, die mit den klimatischen Bedingungen bestens zurecht kommt.

Als Zimmerpflanze eignet sich der Zierpaprika. Der Zierpaprika entwickelt eine apart aussehende Frucht. Die Pflanze ist kleinwüchsig und einjährig. Sie bevorzugt schattige Standorte, keine direkte Sonneneinstrahlung. Gepflanzt wird sie in ein normales Substrat. Da der Zierpaprika wie alle Paprika Arten keine Ansprüche stellt, muss die Pflanze nur alle drei Monate gedüngt werden. Nur mäßig gießen. Der Zierpaprika mag keine überheizten Zimmer, deshalb in den Wintermonaten einen Standort mit einer Temperatur um die 20 Grad wählen. Bei guter Pflege kann die Pflanze auch älter als ein Jahr werden, jedenfalls die kultivierte Form. Die Frucht kann sogar als Gewürz genutzt werden.

Affenbrotbaum

Der Affenbrotbaum gehört zur Familie der Wollbaumgewächse. Der Baum wächst auf der Insel Madagaskar, in Australien und in diversen Regionen Afrikas. Die bekannteste Art ist der afrikanische Affenbrotbaum, den der afrikanische Staat Senegal in seinem Wappen führt. Kommerziell wurde der Affenbrotbaum in den letzten Jahren bedeutungsvoll. Entdeckt wurde der Baum 1352 von Ibn Battuta. Bei den Römern war er in Europa auch schon bekannt.

Alle Pflanzenteile vom Affenbrotbaum können genutzt werden. Ein Sud aus den Wurzeln soll beim “ Abspecken “ helfen, in schlechten Zeiten wurden sie gegart und gegessen. Aus der Wurzelrinde wurden Seile, Netze oder Matten hergestellt. Aus dem Holz werden Boote gefertigt. Heute werden Artikel für die Touristen aus den Pflanzenteilen gemacht und Öle für die Kosmetikindustrie daraus gewonnen. Die Lebensmittelindustrie profitiert auch davon. Sechs Arten des Affenbrotbaums stehen bereits auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzen.

In seiner natürlichen Umgebung kann der Affenbrotbaum tausende Jahre alt werden. Selbst als Zimmerpflanze erreicht er ein hohes Alter. Die Pflanze ist preiswert, pflegeleicht und deshalb eine beliebte Zimmerpflanze geworden. Die kultivierten Arten bei uns sind kleinwüchsig, wachsen allerdings schnell. Der Affenbrotbaum benötigt einen hellen Standort, sollte nur mäßig gegossen werden.

Bei zuviel Wasser faulen die Wurzeln, die Pflanze stirbt ab. Gedüngt wird mit einem Flüssigkeitsdünger etwa zweimal im Monat. Das erfolgt vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Im Winter das Düngen einstellen. Überwintern kann der Affenbrotbaum an einem kühlen, hellen Standort. Die ideale Temperatur liegt bei 10 bis 15 Grad. Umgetopft wird, wenn die Wurzeln das obere Erdreich durchdringen.

Paradiesvogelblume – Papageienblume

Die Paradiesvogelblume wird auch als Königs-Strelitzie bezeichnet, gehört zur Gattung der Strelitzien. Die Pflanze ist in Südafrika beheimatet, wächst überwiegend am Kap. Die Paradiesvogelblume bevorzugt Flussufer und feuchte Wälder als Lebensraum. Erste Erwähnung findet die Pflanze 1789 durch William Aiton.

Die Paradiesvogelblume ist eine robuste, krautige, immergrüne Pflanze. Sie kann bis zu 200 Zentimeter hoch werden, ihre Blätter erinnern an die der Bananenstaude. Bei etwas Glück und der richtigen Pflege, blüht die Pflanze das ganze Jahr hindurch. Die Blüten ziehen die Blicke magisch an, sie sind orange-gelb und mitverantwortlich für die Namensgebung der Paradiesvogelblume. Sie wird auf Grund ihrer Färbung auch Papageienblume genannt.

Die Pflanze stellt kaum Ansprüche, ist pflegeleicht. Die Paradiesvogelblume kann einen Standort auf der Terrasse oder in einem Zimmer haben. Dabei ist zu bedenken, dass sie wegen ihrer Größe Platz beansprucht. Bevorzugte Standorte sind halb schattig bis mäßig sonnig. Dort kann die Pflanze vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein stehen bleiben. Die Wintermonate sollte die Pflanze an einem dunklen Standort verbringen.

Gepflanzt werden kann die Paradiesvogelblume in ein normales Substrat, es sollte aber durchlässig sein. Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist ideal. Im Winter reicht es, sie einmal im Monat mit ausreichend Wasser zu versorgen. Welke Blätter sollten sofort entfernt werden, ein beschneiden der Pflanze ist nicht notwendig. Während der Sommermonate kann einmal pro Woche mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für die nötigen Nährstoffe gesorgt werden.

Die Schraubenpalme – Meer Ananas

Die Schraubenpalme ist in Südostasien und Westafrika beheimatet. Woher die Schraubenpalme stammt, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Die Pflanze wächst allerdings auch auf Hawaii und in Australien.

Es handelt sich um eine immergrüne Pflanze, mit einer Wachstumshöhe von bis zu 14 Meter. Die Schraubenpalme kommt sowohl als Strauch als auch als Baum in der Natur vor. Der Stamm misst etwa 30 Zentimeter im Durchmesser, ist dicht mit Ästen bewachsen. Der Name Schraubenpalme entstand, weil sie ihre Wurzeln geradezu in das Erdreich schraubt. Bekannt ist die Pflanze auch unter dem Namen Meer-Ananas, ihre Blätter sind stachelig.

Die Früchte der Schraubenpalme erreichen die Größe einer Ananas, sind von rötlich, gelber Färbung. In früherer Zeit wurden die Blätter zur Herstellung von Körben und Matten genutzt. Praktisch waren sie auch zum decken der Dächer einfacher Hütten.

Die Pflanze ist pflegeleicht, da sie wenig Wasser benötigt, keinerlei Ansprüche an das Substrat stellt. Sie braucht so gut wie nie gedüngt zu werden. Auch Schädlinge können der Schraubenpalme nichts anhaben. Allerdings verträgt sie keine großen Temperaturschwankungen. Diese sollte falls möglich konstant auf 15 Grad gehalten werden.

Die Anzucht erfolgt durch die Ableger der Schraubenpalme, die sich an der Mutterpflanze bilden. Sie kann aber ebenfalls mit Samen durchgeführt werden. Die Ableger wachsen sehr schnell. In Asien wird die Pflanze auch gerne als Hecke angepflanzt, bietet Schutz vor den heftigen Winden. Die Wachstumshöhe von 14 Meter erreichen sie in der freien Natur innerhalb weniger Jahre. Längere Trockenzeiten übersteht die Schraubenpalme ohne Probleme, sie kann ausreichend Wasser speichern. Sie bevorzugt allerdings heftige Regenfälle.