Archiv des Monats: April 2013

Geweihfarn ist anpassungsfähig

Der Geweihfarn stammt wie ein Großteil der Farne aus den Tropen. Er ist sehr anpassungsfähig und deshalb besonders gut als Zimmerpflanze geeignet. Eine Besonderheit des Geweihfarns ist: Er verfügt über zwei verschieden aussehende Blätter. Die Schildblätter sind rund, ermöglichen dem Farn eine Haftung am Boden, an Wurzel oder Rinden. Seine Wedel dagegen sind breit gefächert, gabeln sich und hängen herunter. Da sie optisch an ein Geweih erinnern, erhielt er seinen Namen.

Der Geweihfarn benötigt einen hellen Standort in der Wohnung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, die Wedel verlieren an Farbe, verbrennen und werden braun. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein, befindet sich der Farn in der Wachstumsphase. Dann benötigt er viel Wasser. In der Ruhephase sollte er sparsam gewässert werden. Gegossen werden sollte nur, wenn das Substrat bereits trocken, aber noch nicht vollständig ausgetrocknet ist. Die einfachste Methode ist, den kompletten Topf in einen Behälter mit Wasser zu tauchen, so kann die Erde sich vollsaugen, bis sie gesättigt ist. Von Schädlingen wird die Pflanze selten befallen. Schildläuse finden manchmal den Weg zur Unterseite seiner Blätter.

Geweihfarne sind genügsam, benötigen nur während der Wachstumsphase Dünger. Der Farn wächst in Substrat, kann aber auch auf einem dekorativen Stück Rinde wurzeln. Die Anzucht erfolgt durch Ableger die sich an der Mutterpflanze bilden. Diese werden vorsichtig abgeschnitten, ohne die Pflanzenteile zu schädigen. Der Ableger wird in ein entsprechendes Substrat gepflanzt. Alternativ kann er an einem Stück Rinde oder Wurzel befestigt werden. Die Anzucht durch Sporen ist nicht empfehlenswert, nimmt zuviel Zeit in Anspruch.

Weiße Fliege bekämpfen

Die weiße Fliege ist eine direkte Verwandte der Schildläuse. Die Fliegen vermehren sich äußerst schnell, legen Eier ab. Bereits nach vier Wochen sind sie ausgewachsen, können Schaden an den Pflanzen anrichten. Da sie über Flügel verfügen, wird die gesamte Pflanze schnell von ihnen befallen. Sie stammt aus den Tropen, mag Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Oft wird die weiße Fliege übersehen, da sie die Blattunterseiten bevorzugt.

Die ersten Anzeichen dafür, dass eine Pflanze von der weißen Fliege befallen wurde, sind kleine, gelbe Flecken an den Blättern. Nach einiger Zeit fallen die betroffenen Blätter ab. Die Pflanze verliert an Kraft. Aus dem von ihr abgesonderten Honigtau, entstehen in manchen Fällen Rußtaupilze. Diese erkennt der Blumenfreund an der schwarz Färbung der Blätter. Farne und der beliebte Hibiskus werden gerne von der Fliege befallen.

Dadurch dass die weiße Fliege Flügel hat, werden andere Zimmerpflanzen in der Wohnung ebenfalls von ihr heimgesucht. Deshalb ist es nötig die zuerst von ihr befallene Pflanze schnell von ihr zu befreien. Zur Bekämpfung eignen sich sogenannten Gelb-Sticker. Die Fliege bleibt daran kleben und stirbt. Um die Larven zu bekämpfen, muss Chemie eingesetzt werden. Die Mittel wirken über die Wurzeln der Pflanzen auf diese ein. Im Handel sind sie als Stäbchen erhältlich. Sie werden in das Substrat gesteckt, geben ihre Wirkstoffe langsam und dosiert ab. Bekämpft werden kann die weiße Fliege ebenfalls mit einem Spray. Die Bestandteile werden durch die Blätter absorbiert und schützen dadurch die Pflanze lange Zeit vor den Plagegeistern.

Allgemeine Tipps zur Düngung der Pflanzen

Es gibt zehn Hauptnährstoffe die alle Pflanzen für ein gesundes Wachstum und zur Bildung schöner Blüten benötigen. Die wichtigsten und in jedem Dünger enthaltenen sind: Kalium, Stickstoff und Phosphor. Diese drei Kernelement müssen den Pflanzen in der richtigen Dosierung zugeführt werden. Deshalb ist eine regelmäßige Düngung äußerst wichtig. Topfpflanzen müssen aus Platzgründen mit wenig Substrat auskommen. Die Nährstoffe sind deshalb schnell verbraucht.

Besonders wichtig ist es, die Pflanzen während ihrer Wachstumsphase mit Dünger zu versorgen. Während der Zeit benötigen sie eine grössere Menge. Spätestens alle vier Wochen muss eine Volldüngung vorgenommen werden. Entsprechende Produkte bietet der Handel an. Der Allzweck-Dünger hat sich bewährt, ist für fast jede Pflanze geeignet. Es gibt aber auch Düngemittel, die auf die Bedürfnisse eines speziellen Pflanzentyps abgestimmt sind. Blattpflanzen benötigen einen anderen Dünger, als eine austreibende Spezies. Für Sukkulenten gibt es wiederum einen anderen Dünger.

Die Tipps der Hersteller auf den Verpackungen sollten eingehalten werden. Wird zuviel Dünger verabreicht, schädigt es die Wurzeln und das Substrat wird versalzen. Lieber etwas weniger düngen, da sich das nicht negativ auswirkt. Das Substrat sollte feucht sein, bei trockener Erde wird die Pflanze ebenfalls geschädigt. Während der Wintermonate nur mäßig düngen, die Pflanzen befinden sich in ihrer Ruhephase. Bei einigen Pflanzen kann die Düngung vollständig eingestellt werden. Erst im darauffolgenden Frühjahr wird wieder damit begonnen.