Archiv des Monats: Mai 2013

Chinaschilf braucht viel Sonne

Ursprünglich ist das Chinaschilf in Südostasien beheimatet. Es gehört zur Familie der Süßgräser. Fälschlicherweise wird es oft als Elefantengras bezeichnet. Die Blütezeit ist von August bis Mitte, Ende Oktober. Da es je nach Art bis zu drei Metern hoch wird, ist es ein beliebter Sichtschutz in Gartenanlagen. Es gibt eine enorme Artenvielfalt, die durch unterschiedliche Färbung der Blüten und Blätter bezaubern. Die Blattformen variieren ebenfalls stark voneinander. Da die Blüten eine einzige Pracht sind, wird das Chinaschilf auch gerne um Teiche herum gepflanzt. Bei der richtigen Pflege entwickelt die Pflanze sich in unseren Breiten gut.

Chinaschilf benötigt ein nährstoffreiches Substrat, viel Feuchtigkeit und je mehr Sonne um so besser. In den trockenen Sommermonaten, in denen wenig Niederschlag fällt, muss es ausgiebig gegossen werden. Das Schilf sollte in einem Abstand von einem Meter zur jeweils nächsten Pflanze in die Erde verbracht werden. Die Wurzeln reichen mehr als zwei Meter tief in die Erde und benötigen entsprechend viel Platz. Ansonsten ist die Pflanze widerstandsfähig und bedarf keiner weiteren Pflege.

Chinaschilf darf niemals im Herbst zurück geschnitten werden. Die Feuchtigkeit, die zu dieser Jahreszeit herrscht, würde in die abgeschnittenen Stiele eindringen, das Schilf von innen heraus verfaulen. Wird die Pflanze zu Beginn des Frühjahrs zurück geschnitten, entwickeln sich schnell neue Triebe. In der Höhe sollten nur etwa zehn Zentimeter des Schilfs stehen bleiben. Dadurch wächst es später schön dicht und sieht Busch förmig aus. In unmittelbarer Nähe sollten keine anderen Blumen oder Pflanzen gepflanzt werden. Die Wurzeln des Schilfs gehen permanent auch in die Breite.

Pampasgras mit dekorativen Wedeln

Seinen Ursprung hat das Pampasgras in Südamerika. Dort wächst es bevorzugt in Uruguay, Argentinien und Brasilien. Das Gras kann über drei Meter hoch werden. Es bildet Ähren und die Blüten sind meist silberfarbig. Von den Blumenfreunden wird das Pampasgras wegen seiner äußerst dekorativen Wedel geschätzt. Es wird in die Familie der Süßgräser eingeordnet und auch als Riesengras oder großes Steppengras bezeichnet.

Da das Pampasgras aus den sonnigen Regionen kommt, bevorzugt es auch in unseren Breiten einen hellen Standort. Volle Sonneneinstrahlung macht ihm nichts aus und es benötigt ein nährstoffreiches Substrat. Der Frühling ist die ideale Zeit um es in den Garten zu pflanzen. In Büscheln gepflanzt, entwickelt es seinen dekorativen Charakter am Besten. Von Juli bis Oktober bildet das Gras seine Wedel. Neue Wedel bilden sich oft erst im zweiten Jahr nach dem Auspflanzen. Also nicht ungeduldig werden. Je nach Art können diese auch weiß oder rosafarben sein. Vor Wind und zuviel Nässe sollte die Pflanze geschützt werden. Nässe lässt den Wurzelballen faulen. Wer nicht über einen Garten verfügt, kann das Gras in einen großen Kübel setzen. Balkon oder Terrasse sind ebenfalls gute Standorte.

Während der Sommermonate muss das Gras gut gewässert werden. Die Wedel bilden eine große Fläche, über die viel Feuchtigkeit verdunstet. Von Frühjahr bis Herbst mäßig düngen. Die Wintermonate sind etwas problematisch. Die Pflanze ist in ihrer Heimat zwar an Kälte gewöhnt, aber nicht an Frost und Schnee. Bei im Garten befindlichem Pampasgras sollte der Boden rund um die Pflanze herum mit Torf und Laub abgedeckt werden. Im nächsten Frühjahr müssen die äußeren Blätter entfernt werden. Alte Triebe zurückschneiden, die neuen Triebe nicht entfernen oder kürzen.

Die Echte Feige

Bis heute konnte nicht eindeutig geklärt werden, woher die Echte Feige ursprünglich stammt. Es wird vermutet, dass sie in Südwestasien beheimatet war. Fest steht, dass sie seit langer Zeit am Mittelmeer angebaut wird. Kultivierte Formen der Echten Feige kommen auch mit einem kühleren Klima gut zurecht. Nach etwa zwei Jahren entwickeln die Bäume bereits Früchte. Werden sie auf Plantagen angebaut, wird die Echte Feige auf Strauch-Form zurück geschnitten. Dies erleichtert die Ernte der Frucht erheblich. In getrockneter Form gelangen die Feigen in den Handel und werden wie Obst verzehrt. Aus der gerösteten Frucht wird ein aromatischer Kaffee hergestellt. Der Fruchtsaft ergibt einen bekömmlichen Dessertwein.

Die Echte Feige gehört zur Gattung des Ficus und zur Familie der Maulbeergewächse. Der Feigenbaum kann eine Wuchshöhe von bis zu acht Metern erreichen und hat eine breite Krone. Die Pflanze ist sommergrün und wirft im Herbst ihre Blätter ab. Die Blätter sind von dunkelgrüner Farbe und mit Härchen bedeckt. Die Bestäubung der Blüten erfolgt meist durch die Gallwespe.

Den Sommer sollte die Echte Feige im Freien verbringen. Den Winter übersteht sie unbeschadet bei einer Temperatur von fünf Grad. Wird sie im Freien angepflanzt, muss die Stammbasis während der Wintermonate mit Torf und Laub umgeben werden. So übersteht sie auch einen stärkeren Frost. Das Substrat sollte durchlässig sein, so wird Staunässe vermieden. In den heißen Sommermonaten benötigt der Feigenbaum reichlich Wasser, ansonsten färben sich die Blätter braun. Gedüngt wird nur während der Wachstumsphase, während der übrigen Zeit ist die Pflanze genügsam. Die Echte Feige braucht eine mittlere Luftfeuchtigkeit. Bei trockener Luft wird sie von Spinnmilben befallen, bei zu feuchter von Schildläusen. Die Anzucht kann sowohl mit Samen als auch mit Stecklingen erfolgen. Dazu sollte ein heller Standort gewählt werden und das Substrat ständig feucht sein.