Archiv des Monats: Januar 2012

Der Kaffeestrauch – Eigene Anzucht Zuhause

Kaffeestrauch – Coffea robusta

Die einfachste Anzucht für den Kaffeestrauch erfolgt mit Samen, den gibt es in Bioläden, oder Gartenzentren. Wichtig ist, das richtige Substrat. Es muss locker sein, sonst entwickeln sich die Wurzeln nicht richtig und darf nicht zu viele Nährstoffe enthalten, da die Pflanze genügsam ist. Darauf achten, dass sich keine Schädlinge in das Substrat eingenistet haben. Zur Sicherheit sollte es etwa 20 Minuten bei 150 Grad in den Backofen gestellt werden. Bestens geeignet sind gläserne Auflaufformen mit Deckel. Das Substrat sollte während des Vorgangs leicht angefeuchtet sein.

Die eigene Anzucht des Kaffeestrauchs ist recht einfach. Gepflanzt wird in kleinen Anzucht Töpfen, die ebenfalls in den oben erwähnten Geschäften erhältlich sind. Den Samen etwa einen Zentimeter tief in das Substrat einbringen, dieses aber locker lassen. Keinesfalls wie bei anderen Pflanzen fest andrücken. Gewässert werden sollte mit Hand wärmen Wasser. Da der Kaffeestrauch Temperaturen von 20 bis 25 Grad mag, sollte er an einen entsprechenden Standort verbracht werden. Nicht der direkten Sonnenstrahlung aussetzen.

Nachdem der Keimling die Erde durchdrungen hat, benötigt dieser viel Licht. Der Kaffeestrauch hat einen relativ geringen Wasserbedarf, besprühen mit einem Wasserzerstäuber reicht daher völlig aus. Die Erde sollte nie nass sein. Wenn der kleine Anzucht Topf voller Wurzeln ist, muss der Keimling in einen grösseren Topf gepflanzt werden. Den Topf mit Substrat füllen, den Wurzelballen hineingeben und ihn locker von allen Seiten mit Substrat umgeben. Der Kaffeestrauch sollte einmal pro Woche mit etwas Flüssigdünger versehen werden.

Die Kaffeepflanze – Hat Kaffee eine belebende Wirkung?

Die belebende Wirkung des Kaffees wurde schon früh erkannt, heute zählt er zu den beliebtesten Getränken. Im Orient wird er vorzugsweise in kleinen Tassen, als Mocca serviert. Kaffee wird in mehr als 50 Ländern der Welt angebaut. Erstmals erwähnt wurde die Kaffeepflanze bereits vor 900 Jahren. Im 14. Jahrhundert kam er von Äthiopien nach Arabien. Die Araber hatten über lange Jahre eine Monopol – Stellung auf Kaffee inne. In Europa wurde er durch den deutschen Arzt Leonhard Rauwolf bekannt. Auf seiner Studienreise im Jahr 1573 nach Aleppo, lernte er den Kaffee kennen und schätzen. Österreicher sind bekanntlich Kaffee – Liebhaber. Schon 1685 eröffnete das erste Wiener –  Kaffee – Haus seine Pforten.

Die Kaffeepflanze ist weltweit verbreitet

Anfänglich waren Kaffeepflanzen nur in Arabien und Afrika beheimatet, inzwischen gibt es Plantagen in der Karibik und ganz Südamerika. Die belebende Wirkung des Kaffees und seines Ursprungs der Kaffeepflanze war bei den Holländern sehr gefragt. Deren Verdienst ist es , dass die Kaffeepflanze weltweit verbreitet wurde. Ohne sie und ihre Seefahrt wäre dies nicht möglich gewesen.

Die Pflanzen gehören zur Gattung Coffea. Die Sträucher werden etwa vier Meter hoch, haben weiße Blüten und bilden Steinfrüchte. Im reifen Zustand sind die Früchte rot gefärbt. Nach drei bis vier Jahren können die Sträucher erstmals abgeerntet werden. Sie können Temperaturschwankungen, viel Hitze und Sonne nicht vertragen. Aber auch kühle 13 Grad mögen sie nicht. Sie benötigen sehr viel Wasser, stellen hohe Ansprüche an den Boden. Er muss locker, durchlässig und gut durchlüftet sein. Die Anzucht erfolgt durch Stecklinge, aber meistens wird Samen verwendet. Nach etwa sechs Wochen dringen die ersten Blätter des Keimlings durch den Boden. Die Früchte der Kaffeepflanze werden einmal pro Jahr geerntet. Eine Anzucht mit Samen ist in Europa problemlos möglich.

Der Kakao Baum – Speise der Götter

Kakao oder Cacao

Der Kakao Baum benötigt für sein Wachstum reichlich Wärme und ausreichend Feuchtigkeit. Deshalb kommt er nur in den regenreichsten, tropischen Regionen vor. Er wird in vielen Ländern auf Plantagen angebaut, da eine große Nachfrage besteht. Aus den Früchten, wird die “ Speise der Götter “ Kakao hergestellt. Das Schokoladengetränk und diverse andere Schoko – Produkte sind beliebt bei Jung und Alt.

Die grössten Anbaugebiete befinden sich in Afrika. Seinen Ursprung hatte er in Mittelamerika, von dort gelangte er durch spanische Seefahrer in verschieden andere Länder. Die Spanier kultivierten die Bäume in Mittelamerika und ließen sie von Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen bewirtschaften. Namensgeber für den Kakao Baum waren vermutlich Indianer, die Inkas nannten ihn in späteren Jahren schon “ cacao.“ Er gehört in die Kategorie der Malvengewächse. Der studierte, schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linne, gab dem Kakao Baum 1735 den Namen Theobroma – cacao, übersetzt heißt dies, “ Speise der Götter.“

Die Anzucht in Europa ist äußerst schwierig

Der Kakao Baum wächst im Schatten großer, tropischer Bäume, ist lang und dünn. Er erreicht eine Höhe von bis zu 15 Metern. Auf Plantagen wird er auf vier Meter zurück geschnitten, so kann er leichter abgeerntet werden. Die Blätter sind ganzjährig grün, glatt und haben eine Schwert artige Form. Er blüht das ganze Jahr und die Früchte können das ganze Jahr über geerntet werden. Die Blüten haben rosarote Kelchblätter und fünf Blütenblätter von gelblich- weißer Färbung. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Farben der reifen Frucht variieren je nach Sorte, von gelb, rot, bis hin zu rotgelb. Im inneren der Frucht befinden sich bis zu 50 Kakao – Bohnen, aus denen die “ Speise der Götter,“ Kakao hergestellt wird.

Die Anzucht in Europa ist äußerst schwierig, auch die Pflege und der Standort als Zimmerpflanze sind problematisch, sollte den Profis überlassen werden.