Archiv des Monats: Oktober 2012

Orchideenbaum

Beheimatet ist der Orchideenbaum in den tropischen Regionen Südostasiens. Seinen Namen erhielt er, weil seine intensiv duftenden Blüten denen von Orchideen ähneln. In seiner natürlichen Umgebung, den Tropen, erreicht der Orchideenbaum eine Höhe von 10 Metern. Wie viele andere tropische Bäume auch, wird er in unseren Breiten als Strauch kultiviert. Er kann als Zimmerpflanze oder als Kübelpflanze genutzt werden. Die Pflanze ist immergrün und blüht manchmal sogar in den tristen Wintermonaten. Winterhart ist der Baum deshalb aber nicht.

Für das Pflanzen im Freien, ist er bei uns nicht besonders gut geeignet. In Mediterranen Regionen ist das schon eher möglich. Der Orchideenbaum braucht immer einen sonnigen Standort, an dem es auch ausreichend feucht ist. Überwintern wird er am besten bei einer Temperatur von 15 Grad. Während der Wintermonate nur äußerst sparsam gießen. Optimal ist seine Haltung als Zimmerpflanze. Im Sommer an einen sonnigen Standort verbringen, den Winter übersteht er in einer gut geheizten Wohnung problemlos. Bei höheren Zimmertemperaturen, sollte allerdings häufiger gegossen werden.

Düngen einmal pro Monat reicht völlig aus. Das Substrat sollte durchlässig sein, Staunässe verträgt der Orchideenbaum nicht. Bei entsprechender Pflege wächst die Pflanze sehr schnell.

Die Anzucht erfolgt durch Samen. Die beste Zeit dafür ist von Ende Januar bis Ende April. Der Samen sollte etwa einen Tag in Handwarmen  Wasser eingeweicht werden. Die ideale Temperatur für ein schnelles Keimen liegt bei 20 Grad. Das Substrat feucht aber nicht nass halten. Ferner für Frischluftzufuhr sorgen, um einen schimmeln der Saat zu vermeiden. Spätestens zwei Monate nach der Aussaat müssten die Keimlinge aus der Erde sprießen. Andernfalls, war der Samen zu alt, konnte nicht mehr keimen. Der Orchideenbaum ist eine sehr pflegeleichte Pflanze.

Parfümbaum

Beheimatet war der Parfümbaum ursprünglich in Indonesien und den Philippinen. Heute wächst er in allen tropischen Regionen. Er dient zur Gewinnung des Ylang-Ylang Öls, welches von der Parfüm- und der Kosmetikindustrie genutzt wird. Deshalb wird der Parfümbaum kommerziell auf Plantagen angebaut. Der Baum kommt auch in Strauch Form vor. In den Philippinen ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden um den Parfümbaum, die fast alle etwas mit der Liebe zu tun haben.

Der Parfümbaum gehört zur Familie der Rahmapfelgewächse und ist ein immergrüner Baum. In den Tropen wird er bis zu 20 Meter hoch. Durch Kultivierung entstanden Arten, die in unseren Breiten angepflanzt werden können. Sie sind deutlich kleiner und haben eher eine Strauch Form. Durch gezieltes schneiden bleibt die Strauch Form erhalten. Die Äste sind dünn, hängen herunter und sind mit ledrigen, dunkelgrünen Blättern bewachsen. Die gewellten Blätter sind vier Zentimeter breit und zehn Zentimeter lang. Aus den Blattachsen wachsen die Blüten. Die Form der Kronblätter der Blüten erinnern an einen Stern.

Die meisten Arten blühen zweimal pro Jahr. Einige wenige Arten sogar ganzjährig. Die Blüten an dem Parfümbaum wechseln die Farbe mit zunehmenden Alter. Am Anfang sind sie weiß, wechseln zu gelb-grün zum Ende der Blütezeit haben sie eine orange-rötliche Färbung. Besonders reizvoll ist: An einem Baum können die verschiedenen Stadien der Blütezeit beobachtet werden. Eine wahre Farbenpracht. In der Nacht verströmen die Blüten einen intensiven Duft, um die Nachtfalter für die Bestäubung anzulocken. Die sich entwickelnde Frucht ist nicht essbar und wird auch sonst in keinster Weise verwertet.

Der Parfümbaum stellt keine hohen Ansprüche an die Bodenqualität, ist genügsam. Sporadisch kann er gedüngt werden. Unbedingt erforderlich ist ein sonniger Standort, an dem es zudem ausreichend feucht ist. Die Anzucht erfolgt durch Stecklinge oder Samen. Erst nach etwa fünf Jahren kann man sich an der Blütenpracht erfreuen. Der Blütenaustrieb wird beschleunigt, indem der Parfüm Strauch konsequent beschnitten wird.

Der Panamahut gab der Palme den Namen

Die Panamahut Palme stammt nicht wie der Name vermuten lässt aus Panama. Beheimatet ist sie vielmehr ursprünglich in Ecuador. Trotz allem verdankt die Palme ihren Namen dem Panamahut. Dieser wird mit dem Stroh der Pflanze geflochten. Ein aufwendiger Arbeitsvorgang. Das äußerst feine Toquilla Stroh wird in siedendem Wasser gekocht. Im Anschluss daran gut getrocknet. Aus den trockenen Fasern werden die Panamahüte geflochten. Im letzten Arbeitsgang werden sie über Dampf gehalten, erhalten auf diese Art und Weise die typische Form des Panamahutes. Die Palme ist auch noch unter dem Namen Panamahut Pflanze bekannt. Sie zählt nicht zu den Palmenarten, sondern gehört der Familie der Scheibenblumengewächse an. Fast jeder bringt den Hut mit dem Land Panama in Verbindung.

Bei jungen Pflanzen sind die Blätter noch nicht geschlitzt. Mit zunehmendem Alter verändern sich die Blätter sie sehen ausgefranzt aus. Wird die Palme als Zimmerpflanze genutzt, benötigt sie einen warmen Standort und besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Da die Palme in den tropischen Dschungelregionen wächst, verträgt sie keine direkte Sonneneinstrahlung. An das Substrat stellt sie keine besonderen Ansprüche. Die Panamahut Palme wird bei uns als kultivierte Form verkauft.

Im Winter sollten die Temperaturen nicht unter 15 Grad abfallen. Bei wärmeren Raumtemperaturen muss die Panamahut Palme zusätzlich mit einem Wasserzerstäuber besprüht werden. Je heller der Standort, desto besser für die Palme. Als junge Pflanze sollte sie nicht gedüngt werden. Später kann ein handelsüblicher Flüssigdünger einmal im Monat benutzt werden. Beim gießen ist Staunässe zu vermeiden. Die Anzucht der Panamahut Palme kann durch Teilung oder Samen vorgenommen werden. Während des Keim Vorgangs sollten die Temperaturen 25 bis 28 Grad betragen. Die Erde feucht aber nicht nass halten.

Flammenbaum nur wenig bekannt

Der Flammenbaum ist in unseren Breiten nur wenig bekannt. Seinen Ursprung hat der Flammenbaum in Madagaskar. Es handelt sich um eine tropische Baumart, die in den Tropen gerne in Parkanlagen und Gärten angepflanzt wird. Der Baum gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und ist ein sommergrüner Laubbaum. Spielend kann er eine Höhe von bis zu 17 Metern erreichen.

Viele Menschen, die den wenig bekannten Flammenbaum bei einem Urlaub in den Tropen sahen, möchten ihn wegen seines exotischen Aussehens im eigenen Garten anpflanzen. Bei unseren klimatischen Bedingungen, würde er allerdings nicht sonderlich gut wachsen, sondern eingehen. Reizvoll machen den Flammenbaum seine imposante Wuchshöhe und die doppelt gefiederten Blätter. Seine 60 Zentimeter langen Blätter sind von hellgrüner Farbe und verleihen dem Baum sein apartes Aussehen. Ein wahrer Blickfang sind seine roten Blüten. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von zehn Zentimetern, können als sehr groß bezeichnet werden. Während der Blütezeit, hängt der Baum voll mit ihnen und sie bilden einen wunderbaren Kontrast zu den hellgrünen Blättern.

Wegen seiner äußerst dekorativen Wirkung auf den Betrachter, wird der bei uns wenig bekannte Flammenbaum in den Tropen auch gerne in Alleen gepflanzt. Die großen Früchte des Baums haben ebenfalls ein besonderes Aussehen. Es sind Hülsen, die 50 Zentimeter lang werden und recht dick sind. In den Hülsen wiederum bilden sich zahlreiche Samen. Ist die Frucht gereift, nimmt sie eine dunkelbraune Farbe an. Mit ein Grund warum der Flammenbaum bei uns wenig bekannt ist: In unseren Garten kann er auf Grund des zu kühlen Klimas nicht gepflanzt werden. Selbst begeisterte Pflanzenfreunde wissen oft nichts von seiner Existenz.

Prinzessinnenblume – Pflege überwintern

Die Prinzessinnenblume wächst in den tropischen Regionen von Brasilien. In ihrer Heimat Brasilien ist die Pflanze mit etwa 200 Arten vertreten. In unseren Breiten eignet sich nur eine Art als Zimmerpflanze. Wegen ihrer violetten Blüten und der bizarren Form der Staubblätter ist sie als dekorative Zimmerpflanze äußerst beliebt.

Während der Sommermonate sollte die Prinzessinnenblume nach Möglichkeit einen sonnigen Standort im Freien haben. Balkon oder eine Terrasse sind ausreichend, sie verträgt ohne weiteres direkte Sonneneinstrahlung. Zur Pflege gehört eine regelmäßige Düngung pro Woche, während der Wachstumsphase. Gegossen wird sie nur mäßig. Sie gehört zu den schnell wachsenden Pflanzen, bei denen sich auch die Wurzeln überdurchschnittlich schnell ausbreiten. Einmal im Jahr ist deshalb Umtopfen angesagt. Die Prinzessinnenblume kann eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen, wenn sie die richtige Pflege bekommt.

Die Triebe der Prinzessinnenblume sind nicht sonderlich stabil, deshalb müssen diese mit einem Bambusstab gestützt werden. Auch sollte vermieden werden sie heftigen Winden auszusetzen. Damit die Pflanze schön dicht wächst, ist es nötig überflüssige und zu lange Triebe zurück zuschneiden. Damit die Triebe sich optimal verzweigen, werden sie hinter dem zweiten Blattpaar beschnitten.

Den Winter muss die Prinzessinnenblume in der Wohnung verbringen, da sie nicht winterhart ist. Vorher noch einmal die Triebe zurückschneiden. Der Standort während des Winters muss hell sein und mindestens eine Temperatur zwischen 10 und 15 Grad aufweisen, sonst geht die Prinzessinnenblume ein. Die Pflanze wird während dieser Zeit nicht gedüngt und nur wenig gegossen. Allerdings sollte die Luftfeuchtigkeit in dem Raum recht hoch sein. Im Frühjahr kann sie bei den ersten Sonnenstrahlen wieder einen Platz im Freien erhalten.

Glücksbambus

Der Glücksbambus stammt aus den südlichen Regionen in China. Seit etwa 4000 Jahren gilt er in China als Glücks-Symbol und wird oftmals als Geschenk überreicht. Zu Geburtstagen, Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen soll er den Beschenkten Erfolg, Gesundheit und vor allem Glück bringen.

Der Glücksbambus gehört in die große Familie der Drachenbäume und ist somit gar kein Bambus. Auch mit den Yucca Palmen ist er in keinster Weise verwandt. Allerdings lässt sich eine Ähnlichkeit mit diversen Bambus-Arten nicht leugnen. Der Glücksbambus ist eine pflegeleichte Pflanze. Er kann sowohl in Erde eingetopft werden, als auch in ein mit Wasser gefülltes Behältnis gestellt werden. Das Wasser sollte allerdings alle paar Wochen gewechselt werden. Da die Pflanze einen rasanten Wuchs vorlegt, braucht sie nicht gedüngt zu werden. Der Glücksbambus benötigt nur wenig Nährstoffe.

Der Standort sollte hell und warm sein. Da er eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt, sollte er von Zeit zu Zeit mit einem Wasserzerstäuber besprüht werden. Kälte kann die Pflanze nicht vertragen, sie ginge ein. Treibt der Glücksbambus gelb aus, müssen die betroffenen Triebe abgeschnitten werden. Der Grund für die gelb Färbung kann an der schlechten Wasserqualität liegen, oder die Pflanze selber war beim Kauf schon in einem schlechten Zustand.

Die Anzucht ist mehr als einfach. Die Triebe werden geteilt und in ein Behältnis mit Wasser gestellt, bis sie wurzeln. In einigen wenigen Fällen, kann es sein dass dies nicht gelingt. Da der Glücksbambus viele Triebe entwickelt, ist das nicht weiter schlimm. Einfach solange probieren, bis ein neuer Trieb Wurzeln entwickelt. Bei ein wenig Pflege werden sie lange Freude an der dekorativen Pflanze haben.